Verband stellt Bedingungen des Spielverbots klar

Nur kurze Hoffnung auf Austragung der Testspiele des KSV Hessen Kassel

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Der KSV im Fokus: Auch die Testspiel-Gegner der Löwen trifft das Spielverbot.

Zwei Wochen Spielverbot und 1500 Euro Geldstrafe – so lautete das Urteil, das der KSV Hessen Kassel nach den Ausschreitungen beim letzten Hessenliga-Spiel der vergangenen Saison in Flieden vom Hessischen Fußball-Verband (HFV) zugestellt bekam.

Heißt: die Testspiele gegen Calden (26. Juni), Espenau (30. Juni) und Vellmar (2. Juli) sowie die Teilnahme am Turnier beim BC Sport (28. und 29. Juni) fallen aus. Auch die heutige Partie gegen die Eishockeyjugend Kassel sowie die Teamvorstellung der Löwen finden nicht statt.

Einen kurzen Hoffnungsschimmer, dass doch noch gespielt werden könnte, hatte es noch am Sonntagabend gegeben. Rainer Rethemeier, ehemaliger Abteilungsleiter des OSC Vellmar, hatte sich bei Facebook an HFV-Präsident Stefan Reuß gewendet, mit dem er privat befreundet ist. Er schrieb: „Lieber Stefan Reuß, die ausgesprochene Sperre des HFV, dessen Präsident Du bist, sorgt in Nordhessen für einigen Unmut. Allerdings nicht nur beim KSV, sondern auch bei den Vereinen (Calden, Espenau, Vellmar). Deren geplanten Spiele und damit verbundenen Einnahmen fallen nun aus. Wer ist eigentlich der Bestrafte??? Ich fände es toll, wenn der HFV seinen „betrogenen“ Mitgliedsvereinen die eingenommene Geldstrafe in gleichen Teilen zukommen lässt. Eine Lösung, die sicherlich suboptimal ist, aber den bereits entstandenen Aufwand entschädigt. Über eine Antwort von Dir würde ich mich sehr freuen.“

Am Sonntag dann erhielt Rethemeier eine Nachricht von Reuß, dass der HFV nach der Spielordnung eine Lösung gefunden und man die betreffenden Vereine umgehend informiert habe. „Das hat mich natürlich gefreut, weil es nicht sein kann, dass auch die Testspiel-Gegner des KSV bestraft und um ihre eingeplanten Einnahmen gebracht werden“, sagte Rethemeier, der bei Facebook viele positive Kommentare und eine selbst nicht für möglich erhaltene Resonanz erhalten hat. 

HFV-Pressesprecher stellt Urteil klar

Die offizielle Lösung, die allerdings für den KSV nicht infrage kommt, teilte dann HFV-Pressesprecher Matthias Gast gestern auf HNA-Anfrage mit: „Wir haben das Urteil noch einmal klargestellt. Die Freundschaftsspiele können stattfinden, der KSV Hessen darf neben allen Spielern der zweiten Mannschaft auch zwei Spieler einsetzen, die bei der Partie in Flieden auf dem Platz standen sowie alle Neuzugänge, die noch keiner Mannschaft des Vereins fest zugeordnet sind.“

KSV-Vorstand Jens Rose, den diese Klarstellung am Sonntag erreichte, sagte dazu: „Das ist wenig praktikabel für uns und ergibt keinen Sinn. Wenn wir nur die Spieler einsetzen dürfen, die uns vorgegeben werden, sind die Erkenntnisse für Trainer und Sportlichen Leiter überschaubar. Für uns hat sich an der Situation nichts geändert.“

In einer Pressemitteilung hatten sich die Löwen bereits bei ihren Gegnern entschuldigt, Rose macht aber zumindest etwas Hoffnung: „Wir versuchen natürlich, die ausgefallenen Spiele irgendwie nachzuholen, können aber nichts versprechen.“ Somit stehen derzeit nur zwei weitere Tests fest: am 9. Juli ab 18.30 Uhr in Balhorn und am 13. Juli ab 14 Uhr bei Wacker Nordhausen. Die geplante Partie am 16. Juli hat Eintracht Northeim abgesagt, weil der niedersächsische Oberligist den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn zu Gast hat. Damit ist dieser Termin offen, entsprechende Gespräche werden geführt.

Quelle: HNA

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