Gegentor in bester Phase kassiert

Ärgerlich: KSV Hessen unterliegt bei Schott Mainz 0:1

Im Duell: Silas Schwarz vom TSV Schott Mainz (links) und Adrian Bravo Sanchez vom KSV Hessen Kassel.
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Im Duell: Silas Schwarz vom TSV Schott Mainz (links) und Adrian Bravo Sanchez vom KSV Hessen Kassel.

Diese Pleite im Kampf gegen den Abstieg ist ärgerlich: Der KSV Hessen Kassel hat das Nachholspiel in der Regionalliga Südwest beim TSV Schott Mainz mit 0:1 (0:0) verloren.

Kassel/Mainz – Dieses Mal sollte auf die Kür die Pflicht folgen. Auf den besonderen Sieg in Homburg einer beim Drittletzten Schott Mainz. So war die Ausgangslage für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel vor dem Auswärtsspiel in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Aus der Pflicht wurde dann aber eine bittere 0:1 (0:0)-Niederlage.

Die Personallage hatte sich vor diesem wichtigen Duell für den KSV nicht wirklich gebessert. Zwar saß Mahir Saglik wieder auf der Bank – zusammen mit Sebastian Schmeer – dafür musste Abwehrchef Kevin Nennhuber wegen seiner anhaltenden Wadenprobleme passen. So begann Luis Allmeroth in der Innenverteidigung neben Robin Urban. Im Angriff setzte Löwen-Trainer Tobias Damm erneut auf eine Doppelspitze mit Lukas Iksal und Nils Pichinot.

Verletzungspech setzt sich fort

In der achten Minute war der Coach dann bereits das erste Mal zum Wechseln gezwungen. Linksverteidiger Tim Brandner hatte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzt, wurde von Alexander Mißbach ersetzt.

Auch sonst fanden die Löwen nur schleppend in diese Partie, brauchten 20 Minuten, bis auch sie aktiv in der Offensive wurden. Den ersten ernstzunehmenden Abschluss hatte dann Ingmar Merle aus 20 Metern. Sein Schuss ging aber knapp am rechten Pfosten vorbei (23.). KSV-Torhüter Nicolas Gröteke hatte da bereits einmal sein ganzes Können zeigen müssen, als Raphael Assibey-Mensah aus kurzer Distanz zum Abschluss gekommen war (13.). Mit einem blitzartigen Reflex bewahrte der 19-Jährige den KSV vor einem frühen Rückstand.

Erst nach der Pause Schwung im Spiel

Bis auf einen Konter, den Allmeroth in höchster Not mit einer Grätsche stoppte (43.), kam sonst aber auch von den Mainzern in der ersten Hälfte wenig. Das Niveau auf der Bezirkssportanlage in Mombach war überschaubar. Anders als die vielen Linien auf dem Untergrund, die das Feld zumindest für den Zuschauer wie einen unübersichtlichen Grundriss eines komplexen Gebäudes aussehen ließen. Pause.

Viel mehr Schwung brachten aber auch die ersten Minuten der zweiten Hälfte nicht. Damm wechselte in der 64. Minute Saglik und Schmeer ein. Mit den beiden Angreifern wurden die Löwen gegen die Mainzer, die zuletzt viermal in Folge verloren hatten, dann endlich aktiver. Schmeer schlug im Strafraum noch einen Haken, sein Schuss wurde im letzten Moment geblockt (73.). Saglik wurde von Torhüter Max Hinke gestoppt (76.), der Nachschuss von Adrian Bravo Sanchez ging knapp über die Latte (76.) Doch der KSV war nun am Drücker. Er merkte: Hier war nicht nur ein Zähler möglich, hier konnten drei mit nach Kassel genommen werden.

Ärgerlicher Gegentreffer

Und am Ende wurde es dann gar keiner. Weil der eingewechselte Kennet Hanner-Lopez nach einer Flanke von Assibey-Mensah aus kurzer Distanz das 1:0 für die Mainzer erzielte. Mainzer, die vorher lange nicht mehr vors KSV-Tor gekommen waren. Der Treffer fiel in der besten Phase der Löwen – und besiegelte eine bittere Niederlage.

Von Maximilan Bülau

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