Absteiger steckt unten drin: Wichmannshausen in der Kreisoberliga mit Problemen

Es läuft nicht rund: Auch weil Abwehrchef Henrik Benz (am Boden) verletzt ist, hat Wichmannshausen überraschend Probleme zum Saisonstart. archivFoto: Florian Künemund

So hatte sich der TSV Wichmannshausen seine Rückkehr in die Fußball-Kreisoberliga sicher nicht vorgestellt: Nach fünf Spielen ist die Mannschaft mit drei Punkten Drittletzter.

Als Gruppenliga-Absteiger hatte eigentlich jeder die Eintracht weiter vorne erwartet. Doch nach den Niederlagen gegen die Außenseiter RW Fürstenhagen und SSV Witzenhausen sieht die Welt anders aus. Wir sprachen mit Spartenleiter Sven Schellhase über die Gründe.

"Zuerst einmal haben wir eine Großzahl an Verletzten. Pro Spiel fehlen uns vier bis sieben Stammkräfte“, sagt Schellhase. Besonders weh tut hier natürlich der Bänderriss von Abwehrchef Henrik Benz. Dazu kommen der Fingerbruch von Marcus Ritz und der Kreuzbandriss von Torwart Andreas Graz. Niklas Mell steht wegen Prüfungen im Studium nicht zur Verfügung, am Sonntag fehlte auch noch der zweite Keeper Julian Walter. „Und so hat sich das auch schon durch die Vorbereitung gezogen, dass immer wieder so viele Leute wegen Verletzungen oder privater Verpflichtungen fehlen. Es mangelt einfach an Rhythmus“, erzählt Schellhase.

Beim 0:1 gegen den SSV Witzenhausen musste dann Feldspieler Lars Saur ins Tor, der beim Gegentor aus 50 Metern den Ball hinter sich ins Tor faustete. „Wir können ihm natürlich keinen Vorwurf machen. Aber es ist eben bitter, das war der einzige Schuss von Witzenhausen aufs Tor. Wir haben vorne eine Vielzahl an Chancen liegen gelassen. So verliert man dann gegen einen eigentlich schwächeren Gegner. Die Partie geht von 20-mal einmal so aus“, sagt Schellhase.

Dazu seien bei den Niederlagen beispielsweise gegen RW Fürstenhagen und Sontra auch noch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen zuungunsten der Wichmannshäuser gekommen. „Wenn es einmal nicht läuft, kommt oft alles zusammen“, so Sven Schellhase. Trotzdem, betont er, müsste sein Team Gegner wie Witzenhausen oder Fürstenhagen eigentlich schlagen. „Wir glauben daran, dass wir uns aus dieser Lage auch wieder befreien, dafür ist unser Kader stark genug. Aber es ist natürlich nicht leicht, das den jungen Spielern zu vermitteln, weil so viele Dinge momentan negativ behaftet sind.“

Und auch am nächsten Spieltag sieht es personell wieder nicht so rosig aus. Zusätzlich zu den ohnehin fehlenden Spielern sind noch zwei Mann im Urlaub, Valentin Stunz ist zudem dienstlich bei der Bundespolizei eingespannt. „Da ist es schon schwer, zwei Mannschaften zu stellen“, sagt Schellhase. Denn auch die Zweite in der C-Liga müsse irgendwie bestückt werden. „Im Gegenzug können wir von da aber wenige bis gar keine Spieler hochziehen“, erklärt der Spartenleiter. So liegt es nun am TSV selbst, sich aus dem Negativstrudel herauszuspielen.

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