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Abwehrschlacht zum Klassenerhalt: SVR besiegt die HSG Baunatal mit 16:13

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Von: Maurice Morth

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Sicherten sich mit dem SVR den Klassenerhalt: Laura Heckmann (Mitte, links) und Carolin Küch (Nummer 55).
Sicherten sich mit dem SVR den Klassenerhalt: Laura Heckmann (Mitte, links) und Carolin Küch (Nummer 55). © Marvin Heinz

Es ist vollbracht: Auch in der kommenden Saison wird es in Reichensachsen Landesliga-Handball zu sehen geben.

Baunatal - Mit einer leidenschaftlichen Abwehrschlacht sicherten sich die SVR-Frauen am Sonntagnachmittag einen 16:13-Auswärtssieg und damit einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. Ein aufgrund der feuchtfröhlichen Feierlichkeiten leicht angeschlagener aber sehr glücklicher Trainer Matthias Meinl am Montagmorgen dazu:

„Wir haben immer an den Klassenerhalt geglaubt, haben auch während der acht Wochen Pause mitten in der Saison durchgeknüppelt. Alle haben begriffen, dass im Abstiegskampf jedes Tor, jeder Punkt und jeder Schritt zählt.“

Treffer von Carolin Küch als Initialzündung

Dabei kamen die Wehretalerinnen wirklich schwer in den Abstiegskrimi hinein: Das erste Tor erzielte Carolin Küch nach zwölf Minuten (!) zum 1:3.

Gleichzeitig war das aber die Initialzündung, denn ein Vier-Tore-Lauf (Laura Heckmann 2x, Carolin Küch, Michelle Friman) katapultierte die Meinl-Sieben das erste Mal mit 5:3 in Führung (19.). Wirklich absetzen konnte sich aber keine Mannschaft und so ging es mit einer 7:6 für den SVR in die Halbzeitpause.

Entscheidend für den weiteren Spielverlauf: zum einen eine gut aufgelegte Laura Hesse im SVR-Tor, zum anderen eine herausragende Abwehrarbeit.

„Wir haben die beste Abwehr der gesamten Saison gespielt, über 60 Minuten mit einem starken Rückzugsverhalten nicht einen einzigen Tempogegenstoß zugelassen. Mein Team hat die taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt“, so Matthias Meinl.

Die Folge: Der SV Reichensachsen gab die herausgespielte Führung bis zur Schlusssirene nicht mehr ab. Nach einem verwandelten Siebenmeter von Carolin Heckmann und einem Treffer von Lacey Brand führte der SVR nach 49 Minuten bereits mit 13:10.

Gute Abwehrarbeit als Erfolgsgarant

An der guten Abwehrarbeit bissen sich die Gastgeberinnen förmlich die Zähne aus: „Wir brauchen selbst aufgrund unserer physischen Unterlegenheit ja schon immer viel Kraft, um Tore zu erzielen. Aber für die Baunatalerinnen war es am Sonntag noch anstrengender, die waren am Ende wirklich platt“, so Meinl.

Zwar verkürzte Leonie Krebs für die HSG Baunatal noch einmal auf 12:14 (57.), Carolin Küch und Veronika Wagner sorgten mit ihren Toren zum 16:12 (59.) aber für die endgültige Entscheidung.

Während die Reichensächserinnen anschließend den Partyabend mit ihren zahlreich mitgereisten Fans bereits in Baunatal einleiteten, ging der Blick der Gastgeberinnen gen Hallenboden.

Sie müssen wohl den Gang in die Bezirksoberliga antreten. Der SVR kann sich hingegen auf ein weiteres Jahr in der Landesliga freuen – mit Highlights wie dem Derby gegen die Frauen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra.

HSG Baunatal - SV Reichensachsen 13:16 (6:7)

HSG Baunatal: Dammer, Ludwig - Petermann, Köhler, Lösch, Klinke (2), Wahle (1), Günther (5/3), Arend, Krebs (3), Kratzer, Becker (2), Dammer, Heist, Peter.

SV Reichensachsen: Hesse, de Vos - Fey, C. Heckmann (3/2), Hohmann (2), Friman (1), Brand (1), Levatic, Munk, N. Küch, Kehr, L. Heckmann (3), C. Küch (5), Wagner (1).

Schiedsrichter: Alexander und Eugen Paschenko (Wehlheiden).

Spielfilm: 1:0 (6.) – 3:0 (12.) – 3:5 (19.) – 6:6 (28.) – 6:7 (30.) – 8:10 (34.) – 9:11 (40.) – 10:13 (49.) – 11:14 (57.) – 13:16 (60.)

(Maurice Morth)

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