Das sagen die Trainer

Regionalligist Steinbach hat großen Respekt vor dem SV Adler Weidenhausen

Hat Weidenhausen genau analysiert: Steinbachs Trainer Adrian Alipour. Foto: Tim Leusmann/nh

Zu seinem dritten Kracher im Hessenpokal empfängt der Verbandsligist Weidenhausen heute Abend den Turnierfavoriten TSV Steinbach. Das Viertelfinale beginnt um 19 Uhr.

Seit Wochen fiebert der SV Adler Weidenhausen dem nächsten Knaller-Heimspiel entgegen. Doch auch der gastierende Regionalliga-Tabellendritte TSV Steinbach Haiger brennt auf die heutige Partie. „Unsere Vorfreude ist riesig groß. Wir nehmen den Pokal brutal ernst, es ist ein extrem wichtiger Wettbewerb für uns“, sagt Trainer Adrian Alipour (41). Deshalb überlässt der gebürtige Dortmunder, der bis zu seinem Karriereende mit 29 Jahren für den SC Willingen spielte und im Anschluss auch Trainer bei den Upländern wurde, nichts dem Zufall. Was er über den SV Adler weiß? Alipour: „Alles!“

Die Scoutingabteilung des Vereins sei mehrfach ins Meißnervorland gereist, um die Weidenhäuser spielen zu sehen. „Darüber hinaus kenne ich den Verein ja auch aus der Vergangenheit, habe selbst gegen sie gespielt. Auch wenn es schon eine Weile her ist“, so der 41-jährige Übungsleiter, der angibt, die Stärken und Schwächen des Adlers genau beleuchtet zu haben, „unter anderem mit einer ausführlichen Video-Analyse“, sagt er. Er habe großen Respekt vor dem Gegner aus der Verbandsliga, „der jeden Gegner schlagen kann. Weidenhausen ist eine absolute Pokalmannschaft, wie die vorigen Runden gezeigt haben.“

Dabei bezieht er sich auf die Überraschungserfolge gegen die beiden Hessenligisten KSV Hessen Kassel und Dreieich. Alipour: „Das waren mehr als Achtungserfolge!“

Dass der TSV Steinbach Haiger nichts dem Zufall überlassen will, das beweist auch die Tatsache, dass vonseiten des Clubs bei den Verantwortlichen des SVA in den vergangenen Tagen unter anderem nachgefragt wurde, wie bespielbar der Platz denn sei, um so wenige Fragen wie möglich offenzulassen. All diese Beispiele, von der Spielvorbereitung der Steinbacher bis hin zu den Gesprächen mit der SVA-Führung, verdeutlichen: Heute gastiert ein Vollprofi-Verein auf dem Chattenloh.

Maikel Buchenau weiß, wie besonders der heutige Tag schon vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Alexander Wahl (TSV Laufdorf) ist: „Zweimal haben wir Großes geleistet und etwas geschafft, was wohl niemand von uns gedacht hätte. Dieses Spiel ist absoluter Bonus – und wir wollen einen Fight liefern. Das ist unser Ziel, ganz egal, ob es letztlich gelingt oder nicht. Aber sang- und klanglos untergehen, darauf habe ich überhaupt keine Lust.“

Wie in den vergangenen Pokalrunden versucht der Coach, sein Team so gut es geht auf den Gegner vorzubereiten und zu motivieren, „um noch einmal zu einem großen Schlag auszuholen“.

Er hofft, dass alles passt: das Wetter, die Kulisse, der Auftritt seiner Mannschaft. „Eben alles, was wir beeinflussen können.“

Der Rasen auf dem zuletzt schon recht ramponierten Spielfeld wurde jüngst noch einmal gemäht. „So schlecht ist er jetzt nicht, auch wenn es natürlich in diesen Tagen kein Platz für Edeltechniker ist. Aber das ist ja logisch.“ Also auch dieser Umstand sollte passen. Nur die Verletzungen von Stürmer Jan Gerbig und Verteidiger Thomas Hammer trüben die Vorfreude. „Trotzdem stellen wir ein gutes Team, das dagegenhalten will.“ Der SVA ist bereit!

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