Bogenschießen: Der Neunjährige von der Freien Bogengilde holt Hessenmeistertitel

Allesio mit scharfem Auge

Der frisch gekürte Landesmeister: Allesio Lenarduzzi von der Freien Bogengilde Eschwege überzeugte in Dietzenbach. Foto: privat

Eschwege. Er ist in Hessen der Beste. Mit scharfem Auge und viel Ruhe und Konzentration ging er an die Aufgabe. Ja, das war totale Souveränität. All diese Tugenden sind die Garanten gewesen, die dem neunjährigen Allesio Lenarduzzi von der Freien Bogengilde Eschwege den Landesmeistertitel sicherten.

„Ich war zwar ein bisschen aufgeregt, eine Landesmeisterschaft ist schon etwas Besonderes, aber beim Wettkampf habe ich wohl die Nervosität vergessen“, schmunzelt Allessio Lenarduzzi, der voller Stolz die Goldmedaille und die Urkunde präsentiert, die seine Topleistung in Dietzenbach zum Ausdruck bringen. „Bei der Gaumeisterschaft war er noch alleine am Start, überzeugte aber schon beim Wettkampf in Kassel mit 246 Ringen. Und nun gehörte er zu den nur acht Aktiven der beiden Schützenkreise 14 und 15, die zu den Landestitelkämpfen eingeladen wurden“, zeigte sich auch Dr. Cornelia Weckmüller angetan vom Jüngsten im Team. Sie zeichnet bei der Freien Bogengilde für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

In Dietzenbach stellte sich Allesio der 13-köpfigen Konkurrenz. Er ging selbstbewusst ins Rennen, hatte sich einen Platz im Mittelfeld des Klassements erhofft. Doch es lief von Beginn an großartig. Kinder in diesem Alter schießen aus zehn Metern auf eine Auflage von 80 Zentimetern Durchmesser. Mit Serien von dreimal 29 und einmal 28, die ihm bereits nach zwölf Pfeilen 115 von 120 möglichen Ringen bescherte, legte Alessio den Grundstein.

In der siebten und achten Passe konnte er sich sogar einige Treffer in den Roten Bereich der Scheibe (acht) erlauben und war trotzdem noch auf gutem Kurs (220 von 240). „Ich spürte einen Konkurrenten in meinem Rücken und habe noch mal alle Kräfte gesammelt“, bejubelte der Neunjährige am Ende starke 274 Ringe und den Titel.

Es spricht für das Aushängeschild der Bogengilde, Maximilian Weckmüller, dass er mit seinem jungen Vereinskollegen trainierte und ihm reichlich Tipps mit auf den Weg nach Dietzenbach gegeben hat. „Wir wären schon mit 240 bis 250 Ringen zufrieden gewesen. Aber allein die 13 Zehner und die neun Neuner unterstreichen die Stabilität von Allesio“, erklärte Cornelia Weckmüller. Und der junge Landesmeister legt nun eine Pause ein, um sich ganz auf den Fußball zu konzentrieren.

Von Harald Triller

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