Heimische Sportler über das Karriereende des Basketball-Superstars

Als Dirk Nowitzki die Fußballer der SG Sontra aufgebaut hat

Die Begegnung: Marvin Heinz (links) aus Sontra hat im Juni 2015 Basketball-Superstar Dirk Nowitzki in Frankfurt getroffen. Archivfoto: privat

Nach dem Karriereende von Basketball-Superstar Dirk Nowitzki haben heimische Sportler über die Karriere des Würzburgers gesprochen. Ein Sontraer hat ihn sogar mal getroffen.

Eschwege – Als Marvin Heinz in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das NBA-Basketballspiel zwischen den Dallas Mavericks und den Phoenix Suns geschaut hat, da sind die Gedanken des Sontraers immer wieder um den Juni 2015 gekreist. An jenen Tag, an dem er den deutschen Superstar Dirk Nowitzki in Frankfurt getroffen hat. Und ebendieser Nowitzki verkündete nach der gestrigen Partie sein Karriereende, spielte letztmals in seiner Heimspielstätte in Dallas. „Das wollte ich natürlich sehen“, sagt Heinz, der für die SG Sontra aktiv ist und auch als Mitarbeiter für die Werra-Rundschau berichtet.

Heinz erinnert sich an die Begegnung am 2. Juni 2015: „Es gab eine Autogrammstunde mit Nowitzki. Und einen Tag zuvor hat die SG Sontra 0:6 verloren, da habe ich ihn gefragt, ob er den Jungs ein paar aufmunternde Worte zusprechen könnte. Er hat das sofort gemacht.“ Marvin Heinz zückte sein Smartphone und nahm die Nowitzki-Botschaft auf. Der Wortlaut: „Hallo, liebe SG Sontra, ich habe gehört, ihr habt gestern ein schweres Relegationsspiel 6:0 verloren. Hey, das kommt vor. Wir haben alle schon bittere Niederlagen mitgenommen. Aber jetzt geht es wieder bergauf. Viel Glück.“

Der 2,13-Meter-Riese aus Würzburg sei locker und lässig gewesen und habe sich trotz unzähliger Anfragen und Autogrammwünschen „unglaublich viel Zeit genommen“, sagt Heinz, der schwärmt: „Er ist einer der größten deutschen Sportler aller Zeiten. Loyal, authentisch – so, wie sich ein Fan einen Spieler wünscht. Er ist ein absolutes Vorbild.“

Diese Bodenständigkeit begeistert auch Basketballfan Jan Gerbig. Der Fußballer des SV Adler Weidenhausen schaute sich gestern Videos von Nowitzki an und lobt: „Er ist ein Spieler, der in der besten Liga der Welt alles erreicht hat, was man erreichen kann, und dabei trotzdem so bodenständig geblieben ist. Ich hoffe, dass er dem Basketballsport in irgendeiner Form erhalten bleibt.“

Der Eschweger Handballer Klaus Stephan hat Nowitzkis Karriere von Tag eins an begleitet und selbst Basketball gespielt. Er sagt: „Er ist ein sportliches Aushängeschild und hat auf höchstem Level eine beeindruckende Karriere hingelegt. Er macht keine große Show und steht nicht für Spektakel. Er hat den Standard-Baskteball perfektioniert und hat das Spiel dominiert, ohne zu den athletischsten Spielern zu gehören. Das ist besonders.“

Der langjährige ETSV-Basketballer Markus Blum gibt an, dass Nowitzki gezeigt habe, dass Deutsche Basketball spielen können, „und dass er 21 Jahre für dasselbe Team gespielt hat, das ist ein großartiges Zeichen der Loyalität. Das hat Seltenheitswert.“

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