WR-Spiel des Tages in der KOL: SC Niederhone gegen TSV Wichmannshausen

Andreas Pleyer: Abteilungsleiter beim SCN, Schiedsrichter beim TSV

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Andreas PleyerAbteilungsleiter SC Niederhone

Das WR-Topspiel des Spieltags in der Kreisoberliga ist für einen Mann ein ganz besonderes: Andreas Pleyer. Der 49-Jährige ist mit beiden Clubs eng verbunden. 

Niederhone – Sofern der Wettergott ein Einsehen hat und Schiedsrichter Bickert am Sonntag um 14,30 Uhr den Startschuss für das Aufeinandertreffen der Fußball-Kreisoberligisten SC Niederhone und TSV Wichmannshausen erteilt, wird es für einen Mann besonders spannend. Die Rede ist von Andreas Pleyer, der nicht nur den Eschweger Vorstädtern, sondern auch den Gästen aktiv wie passiv eng verbunden ist.

Denn bevor Pleyer nach knapp zwei Jahren Abstinenz im Frühjahr 2017 zum damals tabellarisch abgeschlagenen SCN zurückkehrte und seitdem mit Mario Zimmer erneut das Amt des Abteilungsleiters Fußball innehat, war er auch in Wichmannshausen als Betreuer der ersten und zweiten Mannschaft sowie als verlängerter Arm des dortigen Spartenleiters Sven Schellhase engagiert. Eine Zeit, die der 49-Jährige – trotz aller Rivalität – stets in guter Erinnerung hat. „Der TSV ist hervorragend aufgestellt und wird von Leuten geführt, auf die du dich zu einhundert Prozent verlassen kannst“, so Pleyer, der sich vor allem auch deshalb dazu entschieden hat, noch immer als Unparteiischer im Ligabetrieb für Wichmannshausen zu pfeifen. Kein Wunder also, dass am kommenden Sonntag (14.30 Uhr), beim WR-Topspiel der Kreisoberliga, irgendwie auch zwei Herzen in seiner Brust schlagen.

„Heimspiele sind dazu da, um gewonnen zu werden“, sagt er, nimmt sich jedoch im selben Atemzug vor, ausnahmsweise in die Rolle des neutralen Beobachters schlüpfen zu wollen. Auch, wenn das eigenen Angaben zufolge keinesfalls ein leichtes Unterfangen wird. Ein Selbstläufer dürfte aus sportlicher Sicht auch für die derzeit so erfolgreiche Elf des Gastgebers kaum zu erwarten sein, selbst wenn sich dieser als Tabellenvierter weit vor dem auf Rang 13 verweilenden TSV wiederfindet. Schließlich läuft es aktuell für beide Seiten gut.

Während Wichmannshausen unter Neu-Trainer Patrick Gries in den letzten drei Partien stets als Sieger vom Platz ging und den katastrophalen Saisonstart zumindest in Teilen vergessen ließ, musste sich Niederhone lediglich der SG Herleshausen/Nesslröden/Ulfegrund geschlagen geben. „Ein derart klares Ergebnis wie im August erwarte ich allein deshalb ganz und gar nicht“, ist sich Andreas Pleyer mit Verweis auf den 4:0-Hinspielerfolg des SCN sicher.

Vieles werde darüber hinaus von der personellen Situation beider Mannschaften abhängen, die sich in dieser Spielzeit jedoch gerade in den Reihen der Heimelf so entspannt wie lange nicht präsentiert. So habe sich der Kader durch viele junge, talentierte Akteure insbesondere in der Breite enorm verstärkt, weiß Niederhones Fußball-Chef, der nichtsdestotrotz froh darüber ist, dass mit Kapitän Tim Schindewolf ein erfahrener Leistungsträger zurückkehrt. Den Wichmannshäusern attestiert der Anhänger des FC Schalke 04 ein enorm gewachsenes Selbstvertrauen, das nicht nur dank des Last-Minute-Erfolges über Wehretal gestärkt sein dürfte. „Ich freue mich auf eine interessante Begegnung zweier formstarker Teams und werde es genießen“, so Pleyer, der in Fußballkreisen liebevoll „Ebbe“ genannt wird. Neutral zeigt er sich dann auch bei der Einschätzung des zu erwartenden Endergebnisses: „Das ist ganz einfach: Der Bessere soll gewinnen.“ 

Von Lea Hüther

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