Die Ballermänner der Liga: Wanfried hat das beste Team zu Gast

Auf ihn wird eine Menge Arbeit zukommen: Abwehrspieler Henning Wehr. Sein VfL Wanfried hat am Samstag die mit Abstand beste Mannschaft der Liga zu Gast. Foto: Heinz

Die Landesliga-Handballer des VfL Wanfried spielen am Samstag gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Großenlüder/Hainzell. 

Auf den ersten Blick dürfte es eine sehr einseitige Angelegenheit am Samstag in der Wanfrieder Schulsporthalle werden. Denn dort empfängt der aktuelle auf Platz acht notierte Handball-Landesligist VfL Wanfried den souveränen Spitzenreiter HSG Großenlüder/Hainzell und geht als krasser Außenseiter in das Spiel. Wie stark die Gäste sind und warum sich ein Besuch der Partie am Samstag (18 Uhr) in Wanfried dennoch lohnt?

Der Spitzenreiter

Was ist das bitte für eine großartige Saison der HSG Großenlüder/Hainzell? Nach den Tabellenplätzen 4, 3 und 4 in den vergangenen drei Jahren sind die Osthessen wie aufgedreht und das unangefochtene Maß aller Dinge. Der Weg wird in die Oberliga führen, da muss man kein Prophet sein.

14 Spiele, 14 Siege lautet die makellose Bilanz des Tabellenführers, der damit acht Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz hat. Vor allem in der Offensive hat die HSG in dieser Saison bisher Maßstäbe gesetzt mit 491 erzielten Treffern. Folgerichtig stellt man mit Dominik Malolepszy auch den bisher besten Torschützen der Liga. Der wieselflinke Linksaußen hat 107 Tore erzielt und auf dem besten Wege den Ex-Wanfrieder Vladimir Djuric am Saisonende als Torschützenkönig abzulösen. Mit dem wurfgewaltigen Lukas Dimmerling (83 Tore) steht ein weiterer Akteur in den Top-10 der Liga. Bester Werfer beim VfL bisher ist Florian Bley mit 67 Treffern. Lediglich in einem Spiel schafften es die Gäste bisher nicht, die 30-Tore-Marke zu knacken. Und gegen wen war das? Genau. Im Hinspiel gegen den VfL Wanfried beim knappen 29:28-Erfolg.

Das Hinspiel

„Ich glaube, der Erfolg gegen uns hat maßgeblichen Anteil am Lauf der HSG“, sagt Wanfrieds Trainer Stefan Schröder. Denn beim ersten Aufeinandertreffen am zweiten Spieltag sah der VfL bei einer 28:26-Führung kurz vor dem Ende schon wie der sichere Sieger aus. Dann aber erzielte der Gastgeber mit dem Schlusspfiff noch den 29:28- Siegtreffer. So knapp wurde es für den Spitzenreiter im weiteren Saisonverlauf nicht mehr, fortan wurde nach Belieben dominiert.

Die Statistik

Der Blick in die Statistik ist eindeutig und klar. Am Samstag kann nur der VfL Wanfried als Sieger das Parkett verlassen. Warum? Seit dem Wanfrieder Wiederaufstieg im Jahr 2016 gab es in jeder Saison jeweils einen Sieg und eine Niederlage im direkten Aufeinandertreffen. Konnte in den ersten beiden Jahren jeweils der Gast am Ende der 60 Minuten jubeln, war es in der vergangenen Saison umgekehrt. Und auch diesmal siegte ja der Gastgeber.

Die Motivation

„Großenlüder/Hainzell wird ganz klar Meister“, sagt l Wanfrieds Trainer Schröder und legt sich bereits jetzt fest, „aber hoffentlich nicht ohne Minuspunkt“, fügt er im gleichen Atemzug hinzu und verweist damit auf die große Motivation seines Teams, dem Gegner die ersten Minuspunkte auf der blütenweißen Weste hinzuzufügen und für eine Überraschung zu sorgen. Dabei steht bis auf Milos Milosavljevic, der in dieser Saison verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kommen wird, der komplette Kader zur Verfügung.

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