Barbara Wenk zum 17. Mal in Folge beim Berlin-Marathon

Trotz Erkältung: Absagen war keine Option

Frauenpower: Barbara Wenk war glücklich, auch den 17. Berlin-Marathon in Folge bewältigt zu haben. Foto: privat/nh

Zum 17. Mal in Folge hat Läuferin Barbara Wenk vom SV Reichensachsen am Berlin-Marathon teilgenommen.

Berlin/Eschwege – Seit Jahren ist Barbara Wenk ein sportliches Vorbild an Einsatz und Leistungsbereitschaft. Diese These untermauerte die Läuferin vom SV Reichensachsen nun ein weiteres Mal, als sie allen Widerständen zum Trotz zum 17. Mal in Folge beim Berlin-Marathon über 42,195 Kilometer an den Start ging. „Mein Motto, mit einem Lächeln anzukommen, ist wieder bestätigt worden“, sagt die Sportlerin, der – wie dem Großteil aller Hobbysportler – ihr 77. Platz von 128 Frauen in der Altersklasse 65 bis 70 nur eine Randnotiz war. Denn das Wichtigste war, dass sie durchgehalten hatte. Und das war beileibe nicht zu erwarten. Wenks Start in der Hauptstadt hing zuvor am seidenen Faden.

Nur zweimal hatte sie ernsthaft für den Marathon trainiert, lief 23 Kilometer. „Trotzdem bin ich sonst relativ viel gelaufen. Ich habe ja einen jungen Labrador, der zum Glück sehr gerne läuft“, sagt sie und gibt an, dass ihr Trainingsstand „gut“ war. Jedoch wurde sie wenige Tage vor ihrem Start in Berlin von einer Erkältung heimgesucht. „Ich bin dann nicht mehr gelaufen, sondern habe nur noch viel Tee getrunken, um die Erkältung nicht weiter ausbrechen zu lassen. Das ist mir aber nicht so ganz gelungen.“ Deshalb überlegte sie, ob sie den Weg nach Berlin überhaupt antreten solle. „Aber ich bin dann gefahren, hatte noch schlappe Beine, habe mir dann aber gesagt, dass ich abbrechen kann, wenn es nicht geht.“ So ging es für Wenk auf die Strecke – als eine von 47000 Läufern. „Nach dem ersten Kilometer wurde es immer besser. Die Beine hoben sich fast von allein. Von Erkältung keine Spur“, berichtet sie von ihrem Rennen, bei dem es in der Folge unaufhörlich regnete.

Doch das miese Wetter konnte Wenk nichts anhaben. Sie lief den Halbmarathon in 2:30:53 Stunden. „Man kann die Zeit aber nicht verdoppeln und ich lief mein Tempo dann ohne größere Anstrengungen, weil ich die Erkältung noch im Hinterkopf hatte.“ So erreichte sie nach 5:18:12 Stunden das Ziel und war überglücklich. Auch wenn eine bessere Zeit im Vollbesitz der Kräfte möglich gewesen wäre. Das war Wenk aber letztlich egal. Denn sie hat alles gegeben und wurde ihrem Motto auch zum 17. Mal in Berlin gerecht.

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