Saisonvorbereitung der neuen Fußball-Spielzeit

Wie ein „mittelschwerer Orkan“

Präsentiert die Klasseneinteilung während der Fußball-Saisonbesprechung: Kreisfußballwart Horst Schott. In Niddawitzhausen sprach Schott von einer Vorbereitung auf die Saison, die er so noch nie erlebt habe. Fotos: Heinz

Niddawitzhausen. An diese Vorbereitung der neuen Fußball-Saison wird der Kreisfußballausschuss noch lange zurückdenken. Zahlreiche Probleme galt es zu lösen, die im Vorfeld für Schwierigkeiten gesorgt hatten.

Von Marvin Heinz

„So eine turbulente Saisonvorbereitung habe ich noch nie erlebt“, sagte Kreisfußballwart Horst Schott am Freitagabend zu Beginn seiner Rede zur Fußball-Vereinsvertretersitzung in Niddawitzhausen. Er ging dabei auf „viele unvorhergesehene Ereignisse“ ein, die „einen mittelschweren Orkan“ ausgelöst haben. Alles in allem sei es sehr schwierig gewesen, die neue Saison zu planen.

Anfangs erschwerten die Relegationsspiele von SV Adler Weidenhausen II und der SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund die Planungen. Kurz vor Toresschluss zog in buchstäblich letzter Minute die SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund ihre Mannschaft aus der Kreisoberliga zurück. „Jeder kann verstehen, wenn es nicht mehr möglich ist“, so Schott, der so vor ein neues Problem gestellt wurde.

Der FC Hebenshausen war mit dem Spielplan der Kreisliga B nicht einverstanden. Der Ortsteil der Gemeinde Neu-Eichenberg bekomme es immer mit einer zweiten Mannschaft eines Kreisoberligisten zu tun, wenn dessen Erstvertretung ein spielfreies Wochenende genieße, hieß es. „Klare Wettbewerbsverzerrung“ wurde moniert, der Spielplan zum dritten Mal neu aufgesetzt.

Unterdessen wünschte sich die abgestiegene SG Werratal einen Startplatz in der Kreisoberliga. Begründung: Nur 14 Teams in der KOL. Dem Wunsch wurde aber nicht entsprochen, weil bei Rückzug eines Teams die Richtzahlregelung von 15 Teams nicht mehr gilt. Aufgrund der Wetterlage wurden in der vergangenen Saison viele Spiele nachgeholt, sodass im April und Anfang Mai meist drei Partien pro Woche stattfanden. Schott nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei allen Vereinen für die Bereitschaft, die Nachholspiele durchzuziehen: „Es war erforderlich, allerdings ging es teilweise über die Belastungsgrenzen hinaus.“

Auf dem heimischen Sportplatz erst die zweite Mannschaft gucken und dann der Ersten die Daumen drücken – das macht der neue Spielplan möglich.

Die Eintrittspreise bleiben bestehen und werden nicht erhöht. In der Kreisoberliga kostet das Ticket 3,50 Euro, in der Kreisliga A und B sind drei und 2,50 Euro zu zahlen. Die Versammlung votierte bei sieben Gegenstimmen dafür, dass alle Offiziellen, die den Weg auf den elektronischen Spielbericht finden, freien Eintritt haben.

Im Frühjahr dieses Jahres fiel der Schiedsrichterneulingslehrgang aus. Lediglich sechs Teilnehmer meldeten sich für den Lehrgang an, erst ab mindestens zehn Teilnehmern kann der Lehrgang genehmigt werden. Besonders hart traf die Absage die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach (ein Punkt Abzug in der Gruppenliga aufgrund nicht erfüllten Schiedsrichter-Pflichtsolls), die zwei Interessenten hatten und auch nicht am Lehrgang in Kassel teilnehmen konnten, weil dieser der Grippewelle zum Opfer fiel. Fast 5600 Euro mussten die Vereine aus dem Kreis an den Hessischen Fußball-Verband überweisen, weil sie ihr Kontingent nicht erfüllten. Im Jahr 2016 waren es 4035 Euro, im Vorjahr 4810 Euro. Für Horst Schott ein Unding: „Jeder Euro schmerzt mich, der nach Frankfurt überwiesen werden muss.“

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