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Bilanz Fußball-Verbandsliga: Sensationelles Ende einer langen Reise für den SVA

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Von: Maurice Morth

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Nicht nur die Meisterschaft gab es zu feiern: Auch im Kreispokal-Finale setzte sich der SV Adler klar gegen den SV Reichensachsen durch.
Nicht nur die Meisterschaft gab es zu feiern: Auch im Kreispokal-Finale setzte sich der SV Adler klar gegen den SV Reichensachsen durch. © Marvin Heinz

Die Fußballer im heimischen Werra-Meißner-Kreis stecken mitten in der Sommerpause. Zeit, um eine Bilanz der vergangenen Saison zu ziehen. Heute: die Fußball-Verbandsliga mit dem SV Adler.

Weidenhausen – „Der Traum von der Hessenliga lebt“ titelte die Werra-Rundschau im Dezember 2021 nach der famosen Hinserie des SV Adler Weidenhausen, der auf dem zweiten Tabellenplatz überwinterte. Ein halbes Jahr später muss es heißen: „Der Traum von der Hessenliga ist wirklich Realität geworden.“

Die Mannschaft von Trainer Ronald Leonhardt vollbrachte das Kunststück, monatelang ohne Niederlage zu bleiben, setzte sich mit einer unfassbaren Mentalität durch und schaffte, was noch nie einem Team aus dem Werra-Meißner-Kreis gelang.

Lange kaum fassbar

„Die letzten Wochen waren wie im Rausch. Erst mit ein bisschen Abstand realisiert man nun so langsam, was man da erreicht hat“, sagt SV-Adler-Teammanager Stefan Stederoth einige Tage nach der Meisterschaft, dem Kreispokalsieg und dem anschließenden Party-Marathon auf Mallorca.

Erstmals nach dem 3:0-Auswärtssieg unter der Woche beim FC Eichenzell Mitte Mai habe er in der Kabine daran gedacht, dass der „unfassbare Coup“ wirklich möglich sei. Denn dort brachte der SV Adler sein Potenzial in der ersten Hälfte nicht auf den Platz, konnte dann aber noch einmal souverän aufdrehen.

Dabei sah es nach dem zehnten Spieltag im Herbst eigentlich so aus, als würde nach oben nicht mehr viel gehen: Nach der 2:4-Niederlage beim Aufstiegskonkurrenten OSC Vellmar betrug der Rückstand bereits acht Punkte, auf den CSC 03 Kassel und die SG Bad Soden waren es schon sieben und fünf Zähler.

„Bereits zu diesem Zeitpunkt wussten wir schon, dass wir in dieser Spielzeit bis zum Schluss nicht mehr viel liegen lassen dürfen. Dass wir es dann bis Saisonende so gnadenlos durchgezogen haben, uns keinen großen Patzer erlaubt haben, damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, so Stefan Stederoth.

Das Erfolgsgeheimnis

Das Erfolgsgeheimnis des SV Adler Weidenhausen liegt auf der Hand: Zum einen blieben Stammkräfte wie etwa Jan Gerbig, Kilian Löffler und Sören Gonnermann über den Großteil der Saison fit. Zum anderen konnte durch die Neuzugänge Philipp Immig sowie Moritz und Kilian Krug weitere Breite im Kader geschaffen werden.

Sie heizten den Stammkräften nicht nur im Training ein, sondern spielten sich auch selbst in den Vordergrund, waren echte Alternativen für die Stammelf und machten auch ein Stück vergessen, dass etwa so arrivierte Spieler wie Tim Gonnermann in der Meistersaison nur vierzehn Mal das Adler-Trikot überstreifen konnten.

War der SV Adler Weidenhausen mit seinem kleinen Verbandsligakader einmal zum Wechseln gezwungen, dann gab es durch die in die Bresche gesprungenen Bankspieler keinen Abfall des Leistungsniveaus.

Neue Zeitrechnung

Ab Ende Juli wird das Abenteuer Hessenliga beginnen und damit auch eine neue Zeitrechnung auf dem Chattenloh. „Dort wird dann die Post abgehen“, sagt Stefan Stederoth.

Anders als in der Verbandsliga, in der der SV Adler Weidenhausen oftmals das Spiel machen musste, wird er nun mehr als Außenseiter in der abwartenden Position sein, vermehrt wird es dann auf ein starkes Umschaltspiel ankommen.

„Das kann für uns aber natürlich auch eine Chance sein. Körperlich werden wir die Hessenliga sicherlich bewältigen können, es kann natürlich aber auch sein, dass wir gegen die absoluten Top-Mannschaften auch einmal an unsere Grenzen stoßen werden“, sagt der Teammanager.

Torschützenliste

1. Jan Gerbig (SV Adler) 33

2. Sören Gonnermann (SV Adler) 30

3. Daniele Fiorentino (Bad Soden) 27

4. Florian Heine (SC Willingen) 25

5. Serkan Aytemür (OSC Vellmar) 23

Weitere Torschützen des SV Adler:

21. Kilian Krug (SV Adler) 11

84. Tim Ullrich (SV Adler) 4

95. Tim Gonnermann (SV Adler) 3

95. Thomas Hammer (SV Adler) 3

95. Philipp Immig (SV Adler) 3

95. Moritz Krug (SV Adler) 3

(Maurice Morth)

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