Verabschiedung bei Handball-Bezirksoberligist HSG Datterode/Röhrda/Sontra 

Szilvia Blackert und Anika Jäschke: Zwei Leistungsträgerinnen treten ab

Wurden verabschiedet von der HSG Datterode/Röhrda/Sontra: Szilvia Blackert (links) und Anika Jäschke werden in Zukunft kürzertreten. Foto: Marvin Heinz

Bittere Nachricht für die Handballfrauen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra: Der Vizemeistrer muss künftig ohne Szilvia Blackert und Anika Jäschke auskommen, die kürzertreten.

Szilvia Blackert und Anika Jäschke sind nach ihren Gala-Vorstellungen mit sieben und zehn Toren beim Handball-Bezirksoberligafinale gegen den SV Reichensachsen und dem gewonnenen Kampf um Platz zwei etwas wehmütig gewesen. Denn für beide geht die aktive Laufbahn zu Ende. Deshalb wurden beide von ihrer HSG Datterode/Röhrda/Sontra am letzten Spieltag verabschiedet, wenngleich am 10. und 12. Mai noch die beiden Relegationsspiele anstehen, die dann die vorerst letzten der beiden Spielerinnen im HSG-Trikot sein werden.

Trainer Tommy Bake: „Beide haben körperliche Probleme und werden kürzertreten. Ihre Pässe bleiben aber bei uns, sie verlassen den Verein also nicht.“

Die 32-jährige Blackert hat viel erlebt. Über Stationen im Profihandball in Ungarn und Italien fand die Rückraumspielerin, die ungarische Nationalspielerin war, den Weg nach Kirchhof. Sie spielte während der Reichensächser Glanzzeiten im Team des Regionalligisten, später auch beim Eschweger TSV, ehe sie nach ihrer Babypause bei den Ringgauerinnen anheuerte. „Es war die richtige Entscheidung. Hier bin ich heimisch geworden“, erzählt Blackert. Sie meint es ernst: „Wie die Zuschauer einen hier unterstützen, das habe ich noch nie erlebt.“

Trainer Bake („Ich bin Fan von Szilvi“) weiß, wie weh ihr Abgang tun wird, „aber es geht weiter und wir konnten auch bisher immer nur als Team bestehen. So wird es auch in Zukunft sein.“

Wenn sie noch mal ein Comeback geben würde, dann wohl nur für die HSG: „Ich liebe diese Mannschaft.“ Die Fitnesstrainerin, die in Lispenhausen wohnt, hat sieben Knieoperationen hinter sich. „Ich spiele ständig unter Schmerzmitteln. Jetzt reicht es“, sagte sie mit Tränen in den Augen.

Jäschke teilt das gleiche Schicksal. Der Körper der 28-Jährigen hält den Belastungen nicht mehr stand. „Die Ärzte haben mir Handballverbot erteilt“, so Jäschke, „auch trotz gezielter Kräftigungsübungen habe ich immer noch Schmerzen nach den Spielen.“

Die ehemalige Thüringenligaspielerin, die im Vorjahr aus Mühlhausen zum Bake-Team dazustieß, blickt sehr zufrieden auf ihre Zeit bei der HSG Datterode/Röhrda/Sontra zurück: „Ich habe mich hier wirklich wohlgefühlt. Alle sind gerne zum Training gefahren.“  

Von Nico Beck und Marvin Heinz

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