Blitzstart und Kontrolle bis zum Schluss: Reichensachsen schlägt Fürstenhagen 4:2

Zweifacher Torschütze: Patrick Röder (Vierter von rechts) traf auch per Kopf für Reichensachsen. Foto: Heinz

Reichensachsen. „Das ist eine tolle Geschichte. 13 Punkte aus fünf Spielen – das hätte keiner gedacht“, freut sich Jens Herzog, Trainer des SV Reichensachsen, über den 4:2-(2:0)-Erfolg gegen die TSG Fürstenhagen und den nahezu perfekten Saisonstart.

Von Marvin Heinz

Drei Gründe, warum der SVR auch sein drittes Heimspiel in der Fußball-Gruppenliga gewann:

1. Der Blitzstart: Es dauerte gerade einmal 180 Sekunden, bis zum ersten Mal die Tormelodie in Reichensachsen ertönte. Einen Freistoß von David Cerny aus dem Halbfeld köpfte der lang aufgeschossene Christian Schätzke mit perfektem Timing in den Kasten von Fürstenhagens Schlussmann Benjamin Bobsin. Nur eine Minute später: Rollenwechsel, Schätzke bediente Cerny per Steilpass, aber die Nummer zehn des SVR konnte Bobsin nicht überwinden. In der Anfangsphase verwalteten die Mannen von Herzog ihre Führung nicht, sondern spielten konsequent auf den zweiten Treffer. Durch energisches Pressing, eine Vielzahl von gewonnen Zweikämpfen und vertikales Angriffsspiel waren die Wichtelmänner die tonangebende Mannschaft. Folgerichtig belohnte sich die in grün spielenden Reichensächser mit dem 2:0: Eine scharfe Hereingabe von rechts konnte die Fürstenhagen-Innenverteidiger nur per Kopf bis zur Strafraumgrenze klären, dort stand Pavel Kopecky, der per Direktabnahme eine starke Anfangsviertelstunde krönte.

2. Die Spielkontrolle: Mit der 2:0-Führung im Gepäck nahm der SVR etwas Tempo aus der Partie, ohne dabei an Überlegenheit einzubüßen. Stark war Timo Söhngen: Der Spielführer schaltete den TSG-Spielertrainer und zentralen Mittelspieler Dennis Schanze in Manndeckung aus.

3. Das Vertrauen:Nachdem der zur Pause eingewechselte Patrick Röder nach Flanke von Cerny und Kopfballverlängerung von Schätzke am langen Pfosten den Ball zum 3:0 (50.) über die Linie drückte, schien die Messe gelesen zu sein. Aber nach einem Einwurf nutze Ulrich Rauschenberg eine der wenigen Unaufmerksamkeiten im SVR-Defensivverbund und erzielte nach einer Stunde den Anschlusstreffer. In der Schlussphase drosch Schanze per Vollspann einen Freistoß aus zentraler Lage ins Torwarteck. Für Trainer Herzog war das 3:2 in Minute 80 kein Grund zur Sorge: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wird das Spiel verlieren können.“ In Minute 86 setzte sich Röder im Kopfballduell gegen zwei Gegenspieler durch und köpfte den Cerny-Eckball zum 4:2 ins Tor.

• SVR: Eisenhuth - Wagner, Binneberg, Obrtlik, Eilers (46. Röder) - Schätzke, Kopecky - Zela, Söhngen (87. Lange), Cerny - Figr
• Tore: 1:0 Schätzke (3.), 2:0 Kopecky (12.), 3:0/4:2 Röder (50., 86.), 3:1 Rauschenberg (60.), 3:2. Schanze (80.).

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