Junioren-Weltmeister des Jahres 2014 aus Eschwege

Maximilian Weckmüller: Voller Fokus auf den Heim-Weltcup in Berlin

Konzentriert: Maximilian Weckmüller, Weltmeister des Jahres 2014, startet kommende Woche beim Heim-Weltcup. Foto: Eckhardt Frerichs/nh

Berlin/Eschwege. Maximilian Weckmüller ist beim Heim-Weltcup in Berlin dabei, der am 17. Juli beginnt. 

Die Mitteilung flatterte vor gut einer Woche ins Haus: Der Eschweger Bogenschütze Maximilian Weckmüller wird beim letzten Weltcup des Jahres dabei sein und erlebt damit einen weiteren Höhepunkt in diesem bisher schon so ereignisreichen Jahr. In diesem Jahr schoss der Bundeskaderathlet aus der Kreisstadt bereits mehrfach in den USA, der Weg führte ihn zuletzt nach Asien und in die Türkei. Weckmüller hatte kaum ein freies Wochenende, alles ist dem Sport untergeordnet. Und das teils mit großen Erfolgen, über die in den vergangenen Wochen und Monaten berichtet wurde.

Bei den bisherigen drei Weltcups blieb der ganz große Wurf noch aus. Doch der Schütze der Freien Bogengilde Werratal Eschwege fokussiert sich nun auf den nächsten.

Der Berliner Heim-Weltcup

Aufgrund seiner herausragenden Leistungen gelang dem 23-Jährigen der Sprung für den nächsten großen Höhepunkt der Saison: der Heim-Weltcup in Berlin. Dieser findet vom 17. bis 22. Juli statt und ist der letzte Weltcup in dieser Saison. Rund 350 Sportler aus 50 Nationen sind dann dabei. Am morgigen Donnerstag reist der Junioren-Weltmeister des Jahres 2014 nach Berlin zum Vorbereitungstraining, ehe er kommende Woche nach den Sternen greift und mindestens seine bisherigen Leistungen bestätigen will.

Die bisherigen Weltcups

Bei den ersten drei Weltcups in Shanghai/China, Antalya/Türkei und Salt Lake City/USA avancierte Weckmüller zweimal zum erfolgreichsten deutschen Schützen in der Qualifikation und hielt auch in den weiteren Wettkämpfen die deutsche Fahne am längsten hoch. Auch bei der ersten Rangliste in Kienbaum vor gut einem Monat schoss der Eschweger stark und landete gemeinsam mit dem weiteren deutschen Vorzeige-Schützen, Florian Kahllund, – wie auch bei der EM-Qualifikation – ganz vorn. Somit waren Kahllund und Weckmüller in dieser Saison die beiden erfolgreichsten und zuverlässigsten Schützen des Nationalkaders des Deutschen Schützen-Bundes.

Das Aus gegen den Sieger

Ein Blick auf die beiden vergangenen Weltcup-Großveranstaltungen in Antalya und Salt Lake City: Nach dem Erfolg in Shanghai Ende Mai, als beim Weltcup die Bronzemedaille im Teamwettbewerb gefeiert werden konnte, hatten die deutschen Schützen in Antalya Pech in den Verteilungen der Matches. Drei deutsche Athleten unterlagen nacheinander gegen den koreanischen Olympiasieger von 2012, Jin Hyek Oh. Weckmüller hatte zwei hochklassige Matches, musste sich aber in der 1/16-Elimination dem späteren Sieger Woo Seok Lee knapp geschlagen geben.

Der Weltcup in Salt Lake City verlief durchwachsen, da die extremen Windverhältnisse die Schützen sehr belasteten. Selbst in hochrangigen Matches wurden außergewöhnlich niedrige Ergebnisse erzielt. In einem spannenden Einzelmatch musste sich Weckmüller dem Kanadier Brian Maxwell im Stechen geschlagen geben. Unter diesen widrigen Bedingungen hatten meist nur Schützen mit extrem hohem Zuggewicht Chancen, diese Belastung ist jedoch im Amateurbereich nicht ohne gesundheitliche Risiken zu erreichen. Das musste Weckmüller erfahren, der sich durch das teils verkrampfte Gegenhalten eine Schulterverletzung zuzog. Nach den Team-Matches meinte er – das sei „wie Würfeln“ gewesen. (nic)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.