Wird der Saisonstart verschoben?

Handball-Chaos: Das sagen die Vereine aus dem Werra-Meißner-Kreis

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Wird der Saisonstart im hessischen Handball verschoben?

Eschwege – Die Verwirrung ist groß gewesen, nachdem am Sonntag Meldungen kursierten, dass der Start der hessischen Handball-Spielklassen vom 12. September auf den 18. Oktober verschoben wird. Klar ist inzwischen, dass diese Info noch nicht beschlossen ist. Dennoch scheint die Verschiebung möglich zu sein. Wir haben bei heimischen Vereinen nachgefragt.


Stefan Schröder (Trainer VfL Wanfried): „Das wäre eine mittelschwere Katastrophe. Es wurde alles geplant und auf den Saisonstart am 12. September ausgerichtet. Und nun heißt es, dass der Start um fünf Wochen verschoben werden soll? Wir sind seit Anfang Juni im Training, haben 36 Einheiten hinter uns – und dann soll der Start verschoben werden. Das ist schwer nachzuvollziehen und die Begründungen reichen mir nicht aus, ich finde sie schwach in der Argumentation. Das wirft sehr viel durcheinander und man stellt sich die Frage, wie diese fünf Wochen letztlich nachgeholt werden sollen? Man muss auch versuchen, dass die Motivation der Jungs von der Trainingssteuerung hochgehalten wird. Ich hoffe, dass es nicht zu dieser Entscheidung kommen wird.“


Matthias Meinl (Trainer SV Reichensachsen): „Ich bin da ziemlich entspannt, weil ich es nicht ändern kann. Natürlich sind wir alle total heiß auf die neue Serie, es wurde seit März nicht mehr gespielt. Aber sollte es so kommen, dann trainieren wir weiter und absolvieren noch ein paar Testspiele. Wir werden cool bleiben.“


Marion Möhrke (Sprecherin Frauenteam HSG Datterode/Röhrda/Sontra): „Aus sportlicher Sicht wäre das total unbefriedigend. Wir wollen natürlich baldmöglichst wieder spielen und sind gedanklich auch auf Mitte September eingestellt und fiebern diesem Datum auch schon lange entgegen. Insbesondere, weil wir durch den Saisonabbruch ja sowieso schon eine viel längere Pause hatten. Wir wollten jetzt auch Testspiele absolvieren – jeder hat sich auf den Start im nächsten Monat gefreut. Diese ständige Verschieberei und die Ungewissheit ist absolut nervig, ohne bewerten zu wollen, ob es die richtige oder falsche Entscheidung ist. Ich hoffe, dass es bei September bleibt, bin aber nicht sonderlich zuversichtlich, weil die Verantwortlichen ja schon darüber diskutiert haben.“


Julian Triller (Trainer Eschweger TSV): „Wir werden sehen, was passiert.“


Daniel Hassenpflug (Männerteam HSG Datterode/Röhrda/Sontra): „Sicher wäre das hart, aber wegen Corona haben wir insgesamt auch erst recht spät angefangen und würden unsere Vorbereitung eben weiter durchziehen. Wir machen ganz normal Training weiter zweimal in der Woche, haben viele junge Spieler im Kader und warten ab, wie es weitergeht und was da entschieden wird. Wir können es nicht ändern, deshalb bringt es nichts, sich verrückt zu machen.“

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