Eschweger Bezirksoberliga-Handballer können im Heimspiel Meister werden

ETSV-Trainer Christian Löbens vor Titel-Matchball: „Musst jeden Punkt erst mal holen“

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ETSV-Trainer: Christian Löbens. 

Eschwege – Die Handballer des ETSV können am Samstag (13.4.) im Heimspiel der Bezirksoberliga den Gewinn der Meisterschaft perfekt machen.

Um 18 Uhr trifft der Spitzenreiter auf den TSV Wollrode. Bereits ein Unentschieden reicht den Eschwegern zum Aufstieg in die Landesliga. Wir haben mit Trainer Christian Löbens (33) gesprochen.

Christian, was würdest du Leuten entgegnen, die sagen: Der Titelkampf wäre längst entschieden.

(Lacht)Dass es nicht wahr ist. Genau davor warne ich. Wie oft hat es das schon gegeben, dass alle immer gesagt haben 'Da passiert nichts mehr', aber dann ist es anders gekommen. Gerade die Vergangenheit hat gezeigt, dass du jeden Punkt erst mal holen musst, der noch fehlt.

Du spielst auf den verpassten Aufstieg in die 2. Bundesliga Ende der 1990er-Jahre an?

Genau, zu der Zeit habe ich bei jedem Spiel zugeschaut und bei diesem verpassten Aufstieg war die Meisterfeier schon organisiert und alles vorbereitet. Das war bitter.

Aber du bist doch sicher optimistisch, dass es dieses Mal klappt, oder?

Natürlich. Ich will am Samstag unbedingt gewinnen. Mit allem, was ich habe. Wir sind auf jeden Fall in der Lage, Wollrode zu besiegen. Und wenn nicht, dann hätten wir noch ein weiteres Heimspiel.

Was erwartest du von Gegner Wollrode?

Sie zählen zu den besten Teams und haben wohl nur das Problem, dass sie in der Breite nicht so gut besetzt sind. Die Stamm-Sieben ist richtig gut. Hannes Friedrich hat vergangene Woche in Grebendorf zum Beispiel 17 Tore geworfen. Das war sehr stark. Ich werde versuchen, mein Team bestens vorzubereiten, damit wir auch dieses Spiel gewinnen.

Wirst du auf deinen gesamten Kader zurückgreifen können?

Nein, leider nicht. Mit Mike Guthardt und Mehmet Erdogan fehlen zwei wichtige Spieler. Dennoch werden wir diese Ausfälle als Mannschaft auffangen. Ich werde die Jungs richtig anstacheln und wer bei diesem Spiel nicht motiviert ist, bei dem läuft wohl etwas falsch.

Die Rückkehr in die Landesliga wäre auch für dich ein großer Erfolg.

Das stimmt. Ich hatte schon mal leichte Traineransätze in der weiblichen A-Jugend, wo wir auch erfolgreich waren. Aber das ist nicht zu vergleichen. Großes Lob an die Jungs. Der Respekt ist da, obwohl ich jünger bin als zum Beispiel Klaus Stephan (38). Wir funktionieren gut als Team, das ist entscheidend.

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