Datterode/Röhrda/Sontra besiegt MT Melsungen III 31:30

Drama-Sieg der Ringgauer! Torwart Christoph Wolf wird zum Helden

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Der Held der Ringgauer: Christoph Wolf vom Handball-Bezirksoberligisten D/R/S.

Torwart Christoph Wolf wird bei der HSG Datterode/Röhrda/Sontra zum Helden des Spiels gegen Melsungen III. Sein Team ist nun vier Spiele in Folge unbesiegt, gewann sogar dreimal.

Röhrda – Als Tobias Hunstock 13 Sekunden vor dem Spielende seine HSG Datterode/Röhrda/Sontra (9.) durch ein erfolgreiches Eins-gegen-eins mit 31:30 in Front brachte, war das Handball-Bezirksoberligaspiel gegen die dritte Mannschaft der MT Melsungen noch nicht entschieden. Nachdem Leon Hose eine klare Torchance von Marcel Dietrich mit einem Foul vereitelte, schritt selbiger in der Schlusssekunde an den Siebenmeterpunkt. „Eigentlich war abgesprochen, dass Lars Rabe ins Tor geht“, erzählte Trainer Daniel Hassenpflug, der nach kurzen Augenkontakt mit seiner Nummer Eins Christoph Wolf den Plan aber über den Haufen warf. Wolf blieb im Kasten. Der trickreiche Dietrich lief an, täuschte nicht an, sondern warf sofort. „Ich wusste in dieser Situation, dass ich nichts zu verlieren habe“, sagte Wolf, der in der ersten Hälfte einen Dietrich-Siebenmeter parierte. „Seinen letzten Siebenmeter brachte er flach auf den Kasten, deswegen war ich mir sicher, dass er erneut flach abschließt“, so Wolf weiter, der beim entscheidenden Siebenmeter auf die rechte Seite spekulierte. Mit Erfolg. Der 37-Jährige parierte den Wurf mit dem rechten Bein und seine Mitspieler begraben Wolf in einer Jubeltraube. HSG Datterode/Röhrda/Sontra - MT Melsungen III 31:30 (16:16). Beide Teams legten los wie die Feuerwehr. Mit viel Tempo wurden die Angriffe schnell abgeschlossen. Tobias Hunstock setzte sich mit cleveren Körpertäuschungen durch und Jonas Führer nutzte gleich zweimal seine Chancen am Kreis – 5:3 nach sieben Spielminuten. Die 75 Zuschauer in der Sporthalle waren begeistert, auch weil HSG-Torwart Wolf seine gute Form der letzten Wochen bestätigte und mit vielen mit Paraden glänzte. Eigentlich hatten die Hausherren nur ein Problem – und für das hatten sie sogar eine Lösung. Unweit der Mittellinie tropfte es. Um das Spiel nicht zu gefährden, schlich Jugendleiter Thomas Lobgesang bei jeder Gelegenheit mit einem Lappen aufs Feld.

Bei der MT lief lange nicht viel rund. Dietrich, der mit 139 Saisontreffern der erfolgreichste Torschütze ist, trat mit zwei Toren aus dem Spiel nur selten in Erscheinung. Und so konzentrierte sich das Spiel des Tabellenfünften auf den bulligen Petr Hruby. Der Kreisläufer, der im Jahr 2005 mit der MT Melsungen in die Bundesliga aufgestiegen ist, drückte dem Spiel seines Teams mit vielen guten Aktionen seinen Stempel auf. „Wir müssen uns mehr Zeit lassen“, sagte Hruby beim Stand von 11:8 (17.) zu seinen Mannen, die seine Botschaft beherzte und das Spiel drehten, ehe sich eine Begegnung auf Augenhöhe entwickelte, die in einem dramatischen Herzschlagfinale endete. Zugunsten der HSG.

HSG-Tore:Hose 3, Führer 3, Hasecke 2, Küch 8/4, Krauleidis 3, Hunstock 8/1, Schenk 2.

mhz

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