Handball-Bezirksoberliga: VfL Wanfried reist voller Selbstvertrauen in den Ringgau

Derby mit sehr viel Brisanz

Mit viel Power: Daniel Hartung, Leistungsträger im Rückraum der SG Datterode/Röhrda, hat sich viel vorgenommen, wenn am Samstag um 19 Uhr das brisante Kreisduell gegen Wanfried abgepfiffen wird. Links Teamkollege Andreas Wieditz. Foto:  Carl-Heinz Greim

Eschwege. Derbys haben immer wieder ihre eigenen Gesetze. Diese Aussage kostet eigentlich drei Euro, allerdings steht das Phrasenschwein ja beim Fernsehsender Sport 1. Aber es ist auch Fakt. Und am Samstagabend werden ganz viele Zuschauer beim brisanten Kreisduell der Handball-Bezirksoberliga zwischen Datterode/Röhrda und Wanfried erwartet, die sich ein Bild über diese eigenen Gesetze verschaffen wollen.

Datterode/Röhrda-Wanfried. Die Voraussetzungen sind natürlich ganz unterschiedlich. Die Gastgeber bringen das enttäuschende Unentschieden vom Schlusslicht Bebra/Lispenhausen mit ins Derby, der VfL dagegen reist mit ganz viel Selbstvertrauen nach dem Erfolg über Spitzenreiter Hainzell/Großenlüder in die Ringgausporthalle. SG-Trainer Matthias Meinl, der ja für diese Saison die personellen Findung ausgegeben und im nächsten Jahr höhere Ziele hat, weiß von den zwei Gesichtern seines Teams. „Ich trainiere eine starke Heim- und eine schwache Auswärtsmannschaft. Der Unterschied ist gravierend“, gibt der Coach im WR-Gespräch aber dennoch zu, dass ihm die Arbeit im Ringgau sehr viel Spaß macht. Er bescheinigt seinen Spielern Einsatz- und Kampfeswille: „Alle ziehen großartig mit, wir sind trotz Auswärtsschwächen auf gutem Weg.“

Matthias Meinl kann morgen seinen kompletten Kader aufbieten, das heißt, auch Konrad Deubener steht zur Verfügung. „Nach der desolaten Vorstellung in Bebra müssen wir uns zwar neu sammeln, aber, ich denke, die Halle wird rappelvoll sein und vor dieser Kulisse werden wir uns von unserer allerbesten Seite präsentieren“, macht Matthias Meinl Appetit auf 60 interessante Handballminuten.

Beim VfL sieht es personell nicht so gut aus. Nach wie vor fehlen Torwart Alexander Schäfer und Christian Achtert. Dazu hat Routinier Timo Kalwinsky einen Platz im Lazarett gebucht, er verletzte sich gegen Hainzell/Großenlüder an der Hand. „Wir werden von Beginn an konzentriert zu Werke gehen, und begegnen der Heimstärke der SG mit großem Respekt“, sagt Trainer Christian Schröder.

Er blickt zurück: „Im Hinspiel haben die Verletzungen von Johannes Schroth und Timo Kalwinsky unser Konzept auch schon durcheinandergeschüttelt und wir mussten alles geben, um mit 27:23 die Oberhand zu behalten. Aber wir fahren auf jeden Fall als Favorit nach Röhrda“, erklärt der VfL-Coach. Für ihn steht sein Team verdientermaßen ganz oben.

Fazit: Am Samstag um 19 Uhr wird ein äußerst spannendes Derby angepfiffen.

Schwerer Gang für ETSV II

Kaum, dass die zweite Mannschaft vom ETSV mit dem Sieg über Hünfeld II das Punktekonto ins Positive gebracht hat, wartet schon wieder ein schwerer Gang auf die Dietemänner.

Schenklengsfeld-ETSV II. Erneut haben die Eschweger die Möglichkeit für den VfL Wanfried Schützenhilfe zu leisten. Das haben sie bereits mit dem Sieg über Hainzell/Großenlüder getan, und in Schenklengsfeld können sie das Kunststück wiederholen. Schon im Hinspiel trotze der ETSV dem aktuellen Tabellendritten ein 27:27-Remis ab.

Von Harald Triller

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