Deutsche Meisterschaften im Bogenschießen in Eschwege

Es wartet viel Arbeit auf die Bogenfüchse Neuerode

Hat die Deutschen Meisterschaften nach Eschwege geholt: Detlef Haaß, Vorsitzender der Bogenfüchsen Neuerode. Archivfoto: Hans Joachim Winckler/nh

Von Florian Künemund

Neuerode. Die Deutschen Bogenschieß-Meisterschaften im Behindertsport finden am Wochenende vom 2. bis 3. März 2019 in der Sporthalle der Beruflichen Schulen in Eschwege statt. Das teilt Detlef Haaß, selbst aktiver Bogenschütze und Vorsitzender der Bogenfüchse Neuerode, im WR-Gespräch mit. Sein Verein übernimmt dann die Organisation.

„Das ist das erste Mal, dass so ein großes Bogenschieß-Turnier hier stattfindet. Es wird ein einmaliges Erlebnis“, rührt Haaß die Werbetrommel. Mehr als 180 Schützen werden an dem Wochenende in der Kreisstadt erwartet. Samstag finden zwei, Sonntag noch mal ein Durchgang statt. Geschossen wird mit Recurve-, Compbound- und Blankbogen.

„Wir haben zwar schon Wettkämpfe ausgerichtet, aber noch nie die Deutschen Meisterschaften. Eigentlich ist die Zeit jetzt viel zu knapp, um noch alles zu organisieren“, so Haaß. Denn er habe sich quasi „breitschlagen“ lassen, die Veranstaltung zu übernehmen. Ein anderer Klub hat sich nicht gefunden.

Dennoch freuen sich Haaß und seine Mitstreiter natürlich auf die herausfordernde Aufgabe. „Wir sind ein kleiner Verein mit nur 17 Mitgliedern, sechs davon aktiv. In den kommenden Monaten wird alles andere hinten angestellt, wir konzentrieren uns jetzt auf die Vorbereitung dieses Turniers“, erklärt der Chef der Bogenfüchse, der schon verraten hat, dass Landrat Stefan Reuß der Schirmherr der Wettkämpfe wird und, dass andere Vereine aus der Nähe die Bogenfüchse unterstützen werden.

Viel Arbeit, die sich lohnt

Auch wenn dies natürlich viel Arbeit bedeute, lohne sich der Aufwand. „Wenn am Ende alles funktioniert, ist es eine schöne Sache. Mit diesem Event rücken wir die Randsportart Bogenschießen wieder etwas mehr in den Fokus, was uns und auch den anderen Vereinen hoffentlich einen kleinen Aufschwung bringt“, sagt Haaß.

Von seiner Mannschaft werden er selbst, Jutta Bämpfer, Ingolf Kastaun und Cornelia Windeck an den Start gehen. Namhafte Teilnehmer wie Olympia-Sieger Mario Oehme aus ganz Deutschland werden – so hofft Haaß – einige Zuschauer in die Sporhalle locken. „Das wird das letzte Mal sein, dass ich solch eine Veranstaltung ausrichte. Ich bin nun auch schon 57 Jahre alt, war aber 1998 bereits bei der Organisation des Turniers der Nationen in Feucht, wo ich damals eine Umschulung gemacht habe, beteiligt. Ich weiß also, wie der Hase läuft“, erzählt Detlef Haaß.

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