Bilanz der Fußball-Kreisligen

Die Führungstreffer des Thorsten Iba: Pfaffenbachtal/Schemmergrund überrascht

Ein Garant des Erfolges bei der SG P/S: Thorsten Iba (am Ball). Rechts Schiedsrichter Pascal Immig.
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Ein Garant des Erfolges bei der SG P/S: Thorsten Iba (am Ball). Rechts Schiedsrichter Pascal Immig.

Einen Monat früher als geplant sind die heimischen Fußballer aufgrund der Coronakrise in die Winterpause geschickt worden. Wir ziehen eine Bilanz des bisherigen Saisonverlaufs. Heute: die Kreisligen.

Unter den besten sechs Mannschaften der Fußball-A-Liga rangiert nur ein Verein aus dem Eschweger Kreisteil. Dass dieses Team aber ausgerechnet die SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund ist, die nach sieben Ligaspielen an der Spitze thront, das ist die Überraschung schlechthin im Kreisfußball. Wir blicken auf diese Momentaufnahme und die Kreisliga B, die erstmals in zwei Gruppen ausgespielt wird und daher einen ganz besonderen Reiz ausübt.

Kreisliga A

Selbst in den eigenen Reihen der SG Pfaffenbachtal/Schemmergrund ist man sprachlos. Wie hat es der Aufsteiger aus der B-Liga nur geschafft, sich in dieser Klasse so zurechtzufinden und sich vor die Topfavoriten Lichtenau und Hebenshausen zu setzen? „Das fragen wir uns auch“, sagte Sandra Johne aus dem Vereinsvorstand einst im Gespräch. Alle sind glücklich und zufrieden bei der SG, die sechs der sieben Ligaspiele gewann und einmal gegen die SG Klein./Hun./Doh. II im Spitzenspiel die Punkte teilte.

Was beim genaueren Blick auf den Tabellenführer deutlich wird, ist die Tatsache, dass die Mischung zu stimmen scheint. Die Mannschaft ist intakt, lebt einen großen Zusammenhalt und Teamgeist vor und hat es dank einer sportlich großartigen Einstellung geschafft, von Erfolg zu Erfolg zu eilen. Die SG stellt nicht den besten Angriff der Liga, kassierte auch nicht die wenigsten Gegentreffer. Auf und neben dem Feld war es die Mischung, die den Unterschied ausmachte. Johne: „Das macht uns alle unheimlich glücklich, wie es derzeit läuft. Es passt einfach bei uns.“ Gepasst hat auch die Torquote von Stürmer Thorsten Iba. Dabei begeisterte nicht nur, dass er in sieben Spielen achtmal erfolgreich war, sondern vor allem die Tatsache, dass er fünfmal die so wichtige 1:0-Führung für seine Mannschaft erzielte. Die Spitze der Liga liegt aber noch sehr eng beieinander, sodass eine packende Fortsetzung der Liga erwartet werden kann. Zumal die direkten Duelle um den Aufstiegs- und Relegationsplatz besonders spannend werden.

Hinter der SG P/S sind die weiteren Clubs aus der Region um Eschwege allesamt in der zweiten Tabellenhälfte angesiedelt. Beste Mannschaft dieser zweiten Riege ist der TSV Netra auf Rang sieben. Der TSV startete jedoch ganz schlecht in die Saison mit vier Pleiten in Serie, ehe diese Bilanz mit drei Siegen aus den letzten drei Spielen bis zum Abbruch aufpoliert wurde. Sieben Tore erzielte Neuzugang Niklas Wieditz.

Kammerbach/Berkatal verkaufte sich unter Wert, auch die Hessische Schweiz hätte mehr Punkte holen können, wenngleich beide mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Im Gegenteil zu Germerode und Reichensachsen II, die sich im zweiten Durchgang mächtig strecken müssen.

Insgesamt wurden pro Partie fast fünf Tore erzielt, das fairste Team ist Lichtenau (acht Gelbe), die meisten Karten kassierte Wickenrode (22 Gelbe, drei Gelbrote).

Kreisliga B

In beiden B-Liga-Gruppen hoffen mehrere Mannschaften auf eine Platzierung unter den besten drei Teams. Denn dies berechtigt zur Teilnahme an der Meisterrunde. Genau wie in der Kreisoberliga. Diese Plätze sind auch in dieser Klasse hart umkämpft. In Gruppe 1 setzte sich HNU II nach acht Spielen mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz eins, in der zweiten Gruppe haben mit Aufsteiger SV 07 Eschwege und der TSG BSA II zwei Mannschaften schon fast ihre Tickets für die Finalrunde um den Aufstieg gelöst. Mit Wehretal, Sontra und Waldkappel liegen drei Teams fast gleichauf, selbst Wanfried II, das Spitzenreiter HNU II die einzige Pleite zufügte (3:1), hat noch Außenseiterchancen. Niederhone II und FSA II hielten in einzelnen Spielen zwar gut mit, jedoch können sie bereits für die Abstiegsrunde planen. Fast fünf Tore werden pro Spiel erzielt, Daniel Asbrand von der SG HNU ist mit zehn Toren aus sieben Spielen der beste Schütze.

Fünf Teams der Gruppe 2 haben noch Chancen, den dritten und damit letzten Meisterrundenplatz einzunehmen. Jeder Punktverlust könnte daher sehr schmerzhaft werden. Eschwege weist den besten Sturm und die beste Abwehr auf, siegte sechsmal und verlor nur gegen Hopfelde/Hollstein (2:3). Die junge Truppe überzeugt und dürfte auch in der Endrunde gute Karten haben.

Von Nico Beck

Die Torschützenliste

KREISLIGA A

1. A. Polat (Lichtenau) 10

2. C. Eichler (Wickenrode) 10

3. T. Iba (Pfaffenb./Schemm.) 8

KREISLIGA B 1

1. D. Asbrand 10

2. J. Seum (Wehretal II) 9

3. P. Adam (HNU II) 7

KREISLIGA B 2

1. P. Müller (SV 07 Eschwege) 12

2. D. Noll (RW Fürstenhagen) 7

3. R. Gaber (RW Fürstenhagen) 6

KREISLIGA C

1. Michael Rabe (HNU III) 11

2. P. Krause (Wichmannshausen II) 11

3. T. Dietrich (Wichm. II) 10

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