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Die Tür zum Titel ist weit geöffnet: D/R/S-Damen besiegen Körle/Guxhagen souverän

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Von: Harald Triller

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Nach dem Sieg im Topspiel: Die Damen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra machten das Auswärtsspiel gemeinsam mit den mitgereisten Fans zu einem Heimspiel.
Nach dem Sieg im Topspiel: Die Damen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra machten das Auswärtsspiel gemeinsam mit den mitgereisten Fans zu einem Heimspiel. © HSG Datterode/Röhrda/Sontra

Die Damen der HSG Datterode/Röhrda/Sontra stehen kurz vor dem Meistertitel in der Handball-Bezirksoberliga. Auch ihren ärgsten Verfolgerinnen ließen sie am Wochenende keine Chance.

Röhrenfurth – Mit einer erneut bravourösen Leistung hat Frauenhandball-Bezirksoberligist HSG Datterode/Röhrda/Sontra nach dem hohen Hinrundenerfolg auch das Rückspiel beim schärfsten Rivalen FSG Körle/Guxhagen klar mit 24:19 gewonnen und sich damit ein Fünf-Punkte-Polster verschafft.

Schon beim 14:4 zur Halbzeit hatte das Team von Trainer Tommy Bake das Tor zum Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga weit aufgestoßen. Um schlussendlich über die Schwelle der geöffneten Tür zu marschieren, fehlt aus den verbleibenden drei Partien nur ein Punkt.

„Bis zur Pause war das eine Megavorstellung“

Die Feststellung, die nach einem Sieg mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten gerne verwendet wird, „zunächst hui, dann pfui“, würde den Gästen aus dem Ringgauer Land nicht gerecht werden. Klar, der erste Durchgang lieferte Handball aus der obersten Schublade, vor allem, weil die spielerischen Qualitäten eine Augenweide waren, wirklich schön und ästhetisch anzuschauen.

Und das in der Tat auf dem Rücken der tief verflochtenen Gemeinschaft, was sieben verschiedene Torschützinnen nachhaltig unterstreichen. Johanna Scharff und Stefanie Bake erzielten jeweils drei Treffer, Celia Steyer, Marion Möhrke und Anika Jäschke trafen je zweimal und Szilvia Blackert und Janina Folmeg steuerten ein Tor bei.

Weitere acht Zahlen dokumentieren die Überlegenheit der Gäste in der ersten Halbzeit. 3:4 in der 8. Minute, 3:13 in der 28. Minute. Tommy Bake: „Ja, das war eine Megavorstellung bis zur Pause, wir waren sehr gut strukturiert, haben die Wurfmöglichkeiten konsequent genutzt und mit vielen spielerischen Elementen geglänzt.“

Meistertitel auf der Couch?

So bleibt festzuhalten, dass der Coach kräftig durchwechselte, was zwangsläufig zu Rhythmusverlusten führte, aber wer dennoch bis zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene mit 24:16 in der Partie „Erster gegen Zweiter“ vorne liegt, der verdient auch nach drei Treffern von Julia Fernau binnen 87 Sekunden zum Endstand keineswegs die Interjektion „pfui“, denn die drückt ein negatives Gefühl aus, was dem Spiel der „HSG-Mädels“ wahrlich nicht entsprechen würde.

Auf die HSG Datterode/Röhrda/Sontra wartet beim Blick voraus nun eine lange sechswöchige Pause, die natürlich mit interessanten Trainingsinhalten gestaltet werden muss, „um die Spielerinnen bei Laune und unter Spannung zu halten“, weiß Tommy Bake, dass auch zweckmäßige Dosierung bei den Übungseinheiten wichtig sein wird.

„Für uns spricht sicherlich, dass wir die vielen anstehenden Nachholspiele in aller Ruhe aus der Ferne beobachten können. Und sollte die FSG Körle/Guxhagen zum Beispiel in Fulda oder beim SV Reichensachsen II etwas liegen lassen, wären wir durch, ansonsten wollen wir am 7. Mai gegen den TV Jahn Neuhof den Titel perfekt machen“, so der erwartungsfrohe Coach.

FSG Körle/Guxhagen - HSG D/R/S 19:24 (4:14)

FSG Körle/Guxhagen: Bahlke - Wagener (2/1), Thomschewski, Bänfer, Theis, Ibanek, Streich (9/2), Fernau (4), Mathias, Blackert, Pollmer (1), Griesel (3), Streich.

HSG Datterode/Röhrda/Sontra: Eitzert, Pflüger - Rode, Asmus (1), Folmeg (1/1), Blackert (1), Bake (4), Steyer (4), Nölke, Jäschke (3), Scharff (5), Möhrke (4/2), Munk (1).

Schiedsrichter: Matthias Kantelberg.

Spielfilm: 3:4 (8.) – 3:13 (28.) – 4:14 (30.) – 9:19 (43.) – 12:21 (49.) – 16:24 (58.) – 19:24 (60.).

(Harald Triller)

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