Coronavirus-Pandemie

Hallensport und steigende Infektionszahlen: „Die Unruhe ist schon da“

Über dem Handball schwebt genauso wie über allen anderen Hallensportarten das Damoklesschwert der vierten Welle der Coronavirus-Pandemie.
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Über dem Handball schwebt genauso wie über allen anderen Hallensportarten das Damoklesschwert der vierten Welle der Coronavirus-Pandemie.

Die steigenden Infektionszahlen wirken sich wieder einmal auf den heimischen Sport aus. Besonders die Hallensportler sind betroffen. Wir haben uns hinsichtlich der Stimmung umgehört.

Eschwege – Die vierte Welle der Coronavirus-Pandemie rollt über Deutschland, sorgt täglich für neue Sieben-Tage-Inzidenz-Rekorde – im Werra-Meißner-Kreis lag sie am Dienstag (23. November) laut der Kreisverwaltung bei 270.

Wie ein Damoklesschwert schwebt das Virus wieder einmal über dem heimischen Sport, vor allem dort, wo er in Hallen und anderen geschlossenen Räumen ausgeübt wird. Wir haben versucht, ein Stimmungsbild aus dem Handball, Tischtennis und Volleyball einzufangen.

Handball

„Aus den Vereinen sind mir bisher keine Klagen zugetragen worden, dass wir den Spielbetrieb abbrechen sollen“, sagt Torsten Schmidt, der seit wenigen Monaten Vorsitzender des heimischen Handballbezirks Melsungen-Fulda ist. Auch die Spielabsagen würden sich im Seniorenbereich bislang in Grenzen halten.

Im Jugendbereich gebe es hingegen viele kurzfristige Verschiebungen. „Vermutlich, um den Spielbetrieb in den Hallen etwas zu entzerren“, so der Bezirksvorsitzende.

Er habe vom Hessischen Handball-Verband (HHV) die Information, dass dieser bestrebt sei, den Spielbetrieb so lange wie nur irgendwie möglich aufrechtzuerhalten, um den Menschen in dieser besonderen Situation ein wenig Normalität bieten zu können. „Aber natürlich nur, wenn das gegen keine Bundes- oder Landesvorgaben verstößt“, sagt Torsten Schmidt.

Der Hessische Handball-Verband wolle sich sehr zeitnah dazu äußern, wie er die Fortführung des Spielbetriebs plane.

Tischtennis

„Die Unruhe ist bei den Vereinen und Spielern schon da“, sagt Tischtennis-Kreiswart Thomas Freitag. Man wünsche sich Klarheit seitens des Hessischen Tischtennis-Verbandes. „Wir gehen davon aus, dass ab dieser Woche mit der neuen Landesverordnung in den Hallen die 2G-Regelung (Geimpft, Genesen; Anm. d. Red.) gelten wird,“ so der Kreiswart.

Gegenüber dem Handball sei man aber im Tischtennis in der glücklichen Situation, bereits im September mit der Saison begonnen zu haben. „Unser letzter Spieltag in der Hinrunde ist der 12. Dezember und es ist davon auszugehen, dass der Verband versuchen wird, diese durchzuspielen“, sagt Freitag.

Ähnlich wie im Falle eines Abbruchs im Fußball könne dann auch beim Tischtennis die Hinrunde als Wertungsgrundlage herangezogen werden. Auch die für Ende Januar angesetzte Rückrunde könne, sofern es die Infektionszahlen nicht zuließen, nach hinten verschoben werden.

Volleyball

„Wir sind wirklich gespannt, wie sich die Coronasituation weiterentwickelt“, sagt Tobias Schucht, Volleyballspieler beim TSV Herleshausen. Er rechne damit, dass in den kommenden Wochen weitere Entscheidungen bezüglich des Hallensports fallen würden. (mmo)

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