Eduard-Groskurth-Pokal beginnt am Freitag, 12. Juli 

Organisator Henrik Stöber reist direkt aus dem Urlaub zum Turnier in Waldkappel an

Ab heute geht es zur Sache in Waldkappel: Unser Foto zeigt ein Kopfballduell zwischen Patrick Rattmann (links, Waldkappel) und Nico Gunkel (Pfaffenbachtal/Schemmergrund). Foto: Jens Siebert/nh

Am Freitag, 12. Juli, startet mit dem Eduard-Groskurth-Pokal das zweite Fußball-Vorbereitungsturnier in der Region. Wir haben mit Organisator Henrik Stöber gesprochen.

Waldkappel – Denkt man an den Fußball beim TSV Waldkappel, so denkt man unweigerlich auch an Henrik Stöber. Der 34-Jährige ist das Mädchen für alles in der Abteilung – und organisiert federführend auch den Eduard-Groskurth-Pokal, der heute beginnt. Spätestens zum Anpfiff um 18 Uhr will der Turnierchef vor Ort sein, der direkt aus dem Urlaub in den Niederlanden anreist. Wir haben mit Stöber gesprochen.

Wetter-Information: Neben dem Turnier in Waldkappel wird am Freitagabend auch eine Partie in Niederhone ausgetragen (Reichensachsen - Weidenhausen/19 Uhr). Laut Information der Organisatoren werden die Begegnungen trotz des am Freitagnachmittag einsetzenden Regens und Gewitters ausgetragen. "Zu den Spielen soll es wieder besser sein", sagten Henrik Stöber und Sascha König (SC Niederhone) am Freitag. 

Henrik Stöber.

Henrik, wie viel Aufwand war nötig bis du deine Frau davon überzeugt hast, am Freitag früh loszufahren, um den

Turnierstart nicht zu verpassen?

Na ja, sie weiß ja, wie fußballverrückt ich bin. Insgesamt war es daher kein großer Aufwand. Sie wusste schon, dass ich es ganz gut finden würde, wenn wir es so hinbekommen könnten. Wir haben es also so geplant, dass es passt.

Beim Auftakt zu fehlen wäre keine Option gewesen, oder?

Wenn es nicht gegangen wäre, dann hätte ich damit auch leben können. Ich kümmere mich zwar um viel und organisiere das Turnier seit über zehn Jahren, aber wir sind als Team mit drei, vier Leuten tätig. Ganz allein kannst du das alles nicht mehr stemmen. Und wegen meiner guten Mithelfer wäre es also auch kein Problem, wenn ich mal nicht da sein würde. Als Ansprechpartner versuche ich aber natürlich immer vor Ort zu sein, was bisher ja auch immer ganz gut geklappt hat.

Wieso hat dieser Wettbewerb denn einen so hohen Stellenwert?

Seit gut 30 Jahren wird der Pokal ausgerichtet, der dem TSV Waldkappel seinerzeit von Eduard Groskurth, der in unserem Verein sehr aktiv war, gestiftet wurde. Wir spielen diesen Pokal immer weiter aus und in den vergangenen Jahren haben wir eine sehr gute Entwicklung genommen.

Wie meinst du das?

Einst war der „EGP“, wie der Wettbewerb oft abgekürzt genannt wird, ein Tagesturnier. Das hatte aber eine nicht ganz so große und starke Strahlkraft. Ich bin ganz gut vernetzt und hatte in anderen Landkreisen gesehen, wie ein solches Turnier auch anders aufgezogen werden kann. Und so haben wir es zu einem Wochenturnier ausgebaut. Seit dem ist es immer gewachsen und heute sind wir froh, um sagen zu können – das beweist der Blick auf dieses Jahr –, dass Mannschaften sogar bei uns anrufen und teilnehmen wollen, noch bevor sie eingeladen wurden. Vier Teams mussten wir diesmal sogar leider absagen, weil es sonst zu groß geworden wäre. Das waren auch sehr spielstarke Clubs, aber wer zuerst kommt, der mahlt zuerst.

Was ist das Besondere an eurem Turnier?

Auffallend ist, dass es immer unterschiedliche Gewinner gibt und keine Seriensieger. Die Spannung ist immer gegeben, weil die Starterfelder oftmals ausgeglichener besetzt sind als bei so manchen anderen Turnieren. Es geht immer fair zu und auch das Zuschauerinteresse freut mich jedes Jahr aufs Neue. Bei den Spielen sind immer so 100 bis 150 Zuschauer vor Ort, beim Finale letzten Jahr waren es über 250. Das ist echt klasse.

Welche Leistung traust du deinen Jungs vom TSV zu?

Im Vorjahr haben wir es bis ins Endspiel geschafft und dem Favoriten Wehretal einen tollen Kampf geliefert, aber im Elfmeterschießen verloren. Dieses Jahr wird es sehr schwierig für uns, Ziel ist die Vorrunde zu überstehen. Aber klar ist: Wir gönnen jedem den Sieg, der Beste soll gewinnen.

ZUR PERSON

Henrik Stöber (34) ist seit 1990 Mitglied beim TSV Waldkappel und seit rund zehn Jahren zweiter Vorsitzender des Vereins. Ihm obliegt die gesamte sportliche Leitung der Fußballabteilung. Stöber ist Berufsoffizier in Erfurt und Fan von Borussia Dortmund. Er ist verheiratet, zwei Kinder.

DER SPIELPLAN

Die Gruppenphase

12. Juli: Waldkappel - Pfaff./Schemm. (18 Uhr), Bebra - Gudegrund/Konnefeld (19.40). 14. Juli: Weidenh. II - Wildeck (14 Uhr), HNU - Germerode/Frankersh. (16), FSA - Gudegrund/Konnefeld (17.45). 17. Juli: Wehretal - Waldk. (18), Abt./Eltm. - Weid. II (19.40). 19. Juli: Germerode/Frank. - Spangenberg (19.40). 20. Juli: Pfaff./Schemmergrund - Wehretal (16). 21. Juli: Wildeck-Abterode/Eltm. (13.30), Bebra - FSA (15.15), HNU - Spangenberg (17).

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