Ein ständiges Auf und Ab: SVR-Kapitän analysiert die Hinrunde

Zweikampfstark: So kennt man Tonio Binneberg (rechts) als Sechser oder In nenverteidiger des SV Reichensachsen. archivFoto: Stefan konklowsky/nh

Wenn Kapitän Tonio Binneberg (23) an die Hinrunde mit dem SV Reichensachsen in der Fußball-Gruppenliga zurückdenkt, fällt ihm vor allem die Bezeichnung „Auf und ab“ ein.

Denn Kontinuität gab es beim SVR in dieser Halbserie selten: Verletzungen, Sperren und nicht zuletzt der viel diskutierte Trainerwechsel sorgten für Unruhe. Doch zuletzt zeigte die Leistungskurve wieder klar nach oben. Wir blicken mit dem Mannschaftsführer zurück

„Es war schon vor der Saison klar, dass es keine leichte wird. Denn die Gruppenliga ist durch Absteiger und starke Aufsteiger wie Tabellenführer Lichtenau um einiges besser geworden“, sagt Binneberg. Zu Beginn der Saison lief es auch durchaus durchwachsen beim SVR. Nach elf Begegnungen standen gerade einmal neun Punkte zu Buche. Reichensachsen, in den Vorjahren immer im gesicherten Mittelfeld, stand auf einem Abstiegsplatz. „Uns hat in einigen Partien das Glück gefehlt“, so der Kapitän. Der Vorstand zog die Notbremse und setzte den langjährigen Trainer Jens Herzog vor die Tür.

Rafal Klajnszmit, bis zum Sommer Verbandsliga-Coach der SV 07 Eschwege, übernahm. „Das hat sicher frischen Wind reingebracht. Die Ansprache und das Training haben sich geändert. Wir hatten dann aber auch wieder das nötige Spielglück wie beim 4:3 gegen Dörnberg in der allerletzten Sekunde“, sagt Tonio Binneberg. Sechs Spiele, zehn Punkte: Die Bilanz Klajnszmits kann sich jedenfalls sehen lassen.

Binneberg ist fest davon überzeugt, dass er mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt schafft. „Das ist in der Rückserie natürlich unser primäres Ziel, wobei wir auch nicht böse drum wären, wenn wir uns schnellstmöglich von den roten Rängen wegbewegen und ins Mittelfeld der Tabelle vorarbeiten.“ Aktuell ist der SV Reichensachsen zwar drei Plätze, aber auch nur drei Zähler vom ersten Abstiegsplatz entfernt.

Zudem hofft der Kapitän, dass Reichensachsen dieses Mal nicht von so vielen Verletzungen, Sperren oder anderweitigen Ausfällen geplagt ist. Zuletzt fehlten etwa Patrick Röder und Vitezslav Brozik im Pokal wegen Roter Karten, Christian Schätzke war lange beruflich bedingt im Ausland, sodass viele junge Spieler Verantwortung übernehmen mussten. „Wenn alle da sind, haben wir eine schlagkräftige Truppe. Uns zeichnet die mannschaftliche Geschlossenheit und Kompaktheit aus. Wenn wir hinten sicher stehen, können wir immer gefährliche Gegenangriffe über unsere schnellen Außenspieler fahren, die Röder und Brozik dann veredeln“, so Binneberg. Er selbst übrigens ist eher fürs Grobe zuständig: als Sechser oder Innenverteidigung. „Ich spiele zwar lieber im Mittelfeld, glaube aber, in der Abwehr stärker zu sein.“

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