Maximilian Wills startet furios in die neue Rennsaison

Enduro-Fahrer des MSC Waldkappel-Breitau und Racingteam Wills geben schon wieder Gas

Setzte ein deutliches Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz: Maximilian Wills dominierte zum Saisonauftakt in Rehna. Foto: Werbe & Foto Teichmann GbR

Die monatelange Vorbereitung aufgrund der Corona-Zwangspause hat nun auch für die heimischen Enduro-Fahrer ein Ende gefunden.

Der erste Lauf zur deutschen Enduro-Meisterschaft fand jetzt in Rehna, östlich von Lübeck, statt – und die Fahrer des MSC Waldkappel-Breitau drückten den Rennen gleich ihren Stempel auf. Wir blicken auf die Fahrer Maximilian Wills, Julian Larbig, Max-Martin Weiland und Hartmuth Walter.

Die Strecke

Die Etappe war rund 70 Kilometer lang, beinhaltete zwei Sonderprüfungen, diese mussten von den A- und B-Lizenz-Fahrern viermal gefahren werden. Die Prüfungen waren auf einer ehemaligen Abraumhalde, die erste Prüfung mit abgesteckten Feldern nebenan und bei der zweiten Prüfung wurden Felder mit Waldanteilen abgesteckt. Beide Prüfungen waren sehr lang, wodurch die Prüfungszeit am Ende des Rennens bei deutlich über einer Stunde lag. Die deutsche Enduro-Meisterschaft startete so spät wie noch nie in die neue Saison. Der MC Rehna bewies laut Angaben der heimischen Fahrer aber, dass mit einem gut ausgearbeiteten Hygienekonzept eine derartige Enduro-Veranstaltung umgesetzt werden kann.

Maxi Wills

Wills hatte die lange Rennpause genutzt, um sich auf die Saison vorzubereiten. Viel Krafttraining und Konditionstraining bestimmten seinen Trainingsplan, so konnte er in bester Verfassung an den Start gehen. Der 18-Jährige bestand den Klasse A-Führerschein in der vergangenen Woche und ging somit in Rehna in der Klasse E1B (Motorräder bis 250ccm) auf seiner Husqvarna ins Rennen. Die gute Vorbereitung schien sich auszuzahlen. „Mein Ziel war es, die Klasse E1B zu gewinnen. Ich konnte sehr konzentriert und mit viel Zug fahren“, sagte Wills nach dem Rennen und konnte Spitzenzeiten in den Prüfungen hinlegen. Er gewann nicht nur in seiner Klasse, sondern konnte die Konkurrenz im B-Championat – hier werden alle B-Lizenz-Fahrer gewertet – mit einem Vorsprung von einer Minute und 20 Sekunden hinter sich lassen. „Das ist für einen 18-Jährigen eine super Leistung und macht mich sehr stolz“, so sein Teamchef, Betreuer und Vater, Karsten Wills. Insgesamt fuhr Wills eine Sonderprüfungszeit von 1,10 Stunden ein und hatte eine Gesamtfahrzeit von 9,5 Stunden.

Julian Larbig

Auch Julian Larbig nutzte die lange Rennpause zum Training und war oft mit Wills unterwegs, um sich zu Höchstleistungen zu treiben. Das half, denn auch Larbig fand sich im ersten Rennen der Saison gut ein, obwohl er in der ersten Runde stürze – verletzt wurde er dabei aber nicht.

Nach diesem ersten Schock lief es jedoch reibungslos, in seiner Klasse E3B fuhr er den Lauf auf seiner Husqvarna in einem gut besetzten Fahrerfeld an fünfter Stelle zu Ende. „Nach meiner Bodenprobe kurz vor der ersten Sonderprüfung war ich hellwach und konnte das Rennen fokussiert fortsetzen. Mit meiner Leistung und der Platzierung bin ich fürs Erste zufrieden – wobei im Hinblick auf das Championat noch etwas Luft nach oben ist. Hoffentlich findet der Rest der Saison wie geplant statt.“

Max-Martin Weiland

Weiland erwischte einen chaotischen Start in die Saison. Durch einen längeren Stau am Freitag bei der Anreise konnte er sich nur noch ein paar Schlüsselstellen der Sonderprüfungen anschauen und diese nicht, wie eigentlich üblich, vorher ablaufen. Er startete in der deutsche Enduro-Junioren-Klasse und konnte den 13. Platz einfahren. „Ich habe mich in der ersten Runde schwergetan, konnte aber ab der zweiten dann flüssiger fahren, da ich nun die Sonderprüfungen kannte.“ Insgesamt sei die Strecke nicht allzu anspruchsvoll gewesen, „aber bedingt durch die lange Fahrzeit doch anstrengend“, sagte Weiland nach dem Rennen.

Hartmuth Walter

Der Routinier startete beim Lauf in Rehna in dem ADAC- Endurocup in der Klasse Ü50 und konnte bei einem Starterfeld von 26 Fahren den 8. Platz erreichen. „Ich habe vor der ersten Prüfung einen heftigen Abflug gemacht, das hat mich aber nicht maßgeblich beeinträchtigt“, sagt er und fährt fort: „Es waren drei schöne Enduro-Runden. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht!“

Der nächste Lauf der Saison wird am 3. und 4. Oktober in Burg ausgetragen.

Alle vier Fahrer des MSC Waldkappel-Breitau gingen für das Racingteam Wills an den Start.

Für die Betreuung vor, während und nach dem Rennen bedanken sich alle Fahrer und der MSC.  red

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