Vier Siege aus den ersten fünf Ligaspielen

Das Erfolgsrezept des Aufsteigers SV Adler Weidenhausen II

Kapitän des SV Adler Weidenhausen II: Michael Friedrich. Foto: Marvin Heinz

Der SV Adler Weidenhausen II ist die Mannschaft der Stunde in der Fußball-Gruppenliga. Was macht das Team so stark?

VON NICO BECK

Weidenhausen – Das Hochjubeln, das ist nicht Alexander Henkes Ding. Der Gruppenliga-Trainer des SV Adler Weidenhausen II hat hierbei wohl das bekannte Sprichwort im Kopf: Wer hoch fliegt, der wird tief fallen. Dass seine Mannschaft aber die derzeit größte Überraschung im Fußballkreis darstellt, dass die Leistungen mit vier Siegen aus fünf Spielen – und das als Aufsteiger! – selbst bei hartgesottenen Konkurrenten anerkennend und mit gehörigem Respekt darüber sprechen lassen, dagegen kann sich Henke nicht wehren. „Aber die Saison ist noch lang, da kann noch viel passieren.“ Dem ist einerseits natürlich nicht zu widersprechen.

Recht haben aber auchdie, die in höchsten Tönen von den Auftritten und vor allem den Ergebnissen der besten Reservemannschaft der Region sprechen. Denn es ist außergewöhnlich, dass ein Aufsteiger, in dessen Team sich nur punktuell auf wenigen Positionen verstärkt wurde, so einen Auftakt hinlegt. Zumal das Programm schwer war und unter anderem mit dem Tuspo Grebenstein wesentlich höher eingestufte Teams geschlagen wurden. Doch was ist das Geheminis des Erfolges?

Kapitän Michael Friedrich (31) erzählt: „Wir sind als Team gereift und zusammengewachsen.“ Prompt schiebt Friedrich nach, wie sich dies ermessen lässt: „In jeder Trainingseinheit sind 15, 16 Spieler unserer zweiten Mannschaft da. Das zeigt, dass jeder heiß und motiviert ist für diese schwere Saison in der Gruppenliga. Das ist sicherlich ein großes Plus von uns derzeit, dass jeder einzelne Spieler mitzieht. Und natürlich haben wir eine gute Truppe mit viel mehr als nur elf Spielern auf einem Niveau. Wir können wechseln, ohne dass es einen Qualitätsverlust gibt.“

Friedrich ist nicht nur ein waschechter Weidenhäuser Junge, sondern auch einer, der in den letzten Jahren alle Höhen und Tiefen miterlebt hat. Der Mittelfeldspieler war dabei, als mit wehenden Fahnen der Aufstieg in die Gruppenliga erfolgte in 2014/15, aber auch beim Abstieg 2017/18 und als sich der Kader in Teilen neu aufstellte.

„Dass wir einen solchen Start hinlegen, das hätten wir nicht gedacht, weil wir ein schweres Auftaktprogramm hatten und man nach der langen Pause nicht wusste, wo man steht. Derzeit läuft aber alles echt optimal“, sagt er, der den SVA II seit Saisonbeginn als Kapitän aufs Spielfeld führt, seit Jahren wirkte er schon im Spielerrat mit.

Erfreut ist auch Abteilungsleiter Stefan Stederoth über die Entwicklung der Reserve. „Wenn wir nah an unser Leistungsmaximum herankommen, dann sind wir mit sieben, acht Mannschaften auf Augenhöhe. Das hatten wir so erwartet.“ Dennoch sei es überraschend, wie erfolgreich sich das Team von Alex Henke präsentiere. Und einen großen Anteil an dieser Momentaufnahme hat natürlich der Coach. „Alex treibt die Jungs an und entwickelt die einzelnen Spieler mit seiner akribischen Arbeitsweise weiter. Er weiß, wo er die Jungs packen muss.“

Am morgigen Mittwoch, 23. September, empfängt der Adler den TSV Rothwesten, am Sonntag steigt das Derby beim SV Reichensachsen.

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