Erik Schreyer von Erstligist Post SV Mühlhausen in Eschwege zu Gast

Nachwuchstalente der Region wurden von Bundesligacoach trainiert

Er zeigt, wie es richtig geht: Erik Schreyer, Bundesligatrainer des Post SV Mühlhausen, hat sich viel Zeit genommen für den Nachwuchs des Kreises. Fotos: Lea Hüther

Über einen prominenten Gast haben sich die Tischtennistalente des Kreises jetzt gefreut: Bundesligatrainer Erik Schreyer (Mühlhausen) hat ein Training geleitet und Tipps gegeben.

VON LEA HÜTHER

Eschwege – Früh aufstehen – und das auch noch in den Ferien. Was für Kinder und Jugendliche meist einem Albtraum nahekommt, dürfte 17 Tischtennis-Talenten des Kreisleistungszentrums am vergangenen Samstag nicht besonders schwer gefallen sein. Grund dafür war die Aussicht auf ein Training der ganz besonderen Art, das von Bundesligacoach Erik Schreyer übernommen wurde. Begeistert zeigte sich am Ende aber nicht nur der Tischtennis-Nachwuchs der Region - auch der 31-jährige Schreyer, der sonst die Geschicke bei Bundesligist Post SV Mühlhausen leitet, war über zweieinhalb Stunden voll in seinem Element.

Zwar waren Müdigkeit und Aufregung

einem Teil der Jungen und Mädchen noch deutlich ins Gesicht geschrieben, als sie sich am Samstagvormittag um 10.30 Uhr in der Sporthalle des Eschweger Oberstufengymnasiums versammelten. Als dann jedoch der Profi nach kurzer Begrüßung von Kreiswart Thomas Freitag und Stützpunkttrainer Uwe Bauer das Zepter in die Hand nahm, wich die anfängliche Nervosität alsbald der Euphorie. Mit den Worten „Guten Morgen, ich bin der Erik, denn im Sport duzen wir uns“, gewann Schreyer schnell die volle Aufmerksamkeit seiner Trainingsgruppe, die er zunächst zu einer knapp zehnminütigen Aufwärmrunde bat. Die Tatsache, dass schließlich auch der erfahrene Coach beim Durchlaufen der Koordinationsleiter nicht ganz fehlerfrei blieb, ließ das Eis dann endgültig brechen. „Es ist eindeutig zu früh am Morgen“, erklang es unisono.

Umso größer war die Freude über das daran anschließende Programm, das vordergründig auf den Umgang mit dem ab der kommenden Saison in allen Ligen zu spielenden Plastikball sowie die richtige Technik bei Konterschlag und Topspin ausgerichtet war. Auch Beinarbeit und die ideale Platzierung am Tisch gehörten zu den Inhalten, die Schreyer stets über individuelle Tipps zu vermitteln versuchte.

Hatten Spaß und lernten vom Profi: die Nachwuchstalente des Kreises, die einen ganz besonderen Trainingstag erlebten.

So demonstrierte er der zehnjährigen Mailin Hoßbach die optimale Trefferfläche, während er im nächsten Moment Lennart Reh zum spektakulären Ballwechsel gratulierte. Zwischendrin aber trommelte der Gasttrainer die Zehn- bis Sechzehnjährigen immer wieder als Gruppe zusammen, ließ sich auch hier Zeit für ausführliche Erklärungen und griff dafür zudem meist selbst zum Schläger. „Wenn ihr den Ball auf den Tisch spielt, muss der Gegner erst einmal was damit anfangen“, lautete die Devise, die spätestens beim abschließenden Miniturnier alle Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler nahezu perfekt umzusetzen wussten. Denn da musste auch Schreyer den ein oder anderen Punktverlust hinnehmen, wenngleich dieser weder mit Komplimenten noch mit weiteren Tipps sparte. Kein Wunder also, dass sich nach Beendigung der Trainingseinheit alle Beteiligten auf eine Neuauflage des Spezialtrainings sowie den Besuch eines Bundesligaspiels in Mühlhausen einigten.

„Das hat richtig Spaß gemacht“, so die einhellige Meinung der Tischtennis-Talente. „Eine einzigartige Möglichkeit“, stimmte auch Stützpunkttrainer Uwe Bauer in die Vorfreude seiner Schützlinge mit ein.

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