TSV Wichmannshausen berichtet von Corona-bedingten Änderungen

Mit Zetteln, Abstand und Kontrolle: So verlief das erste Testspiel in der Region

Auf den grünen Rasen zurückgekehrt: Valentin Stunz und der TSV Wichmannshausen haben am Wochenende ihr erstes Heimspiel seit Jahresbeginn ausgetragen. Ein Foto aus der Hinrunde der Saison 2019/20. ArchivFoto: Nico Beck

Beim TSV Wichmannshausen ist am Wochenende das erste Testspiel in der Region um Eschwege ausgetragen worden. Wegen der Corona-bedingten Änderungen waren viele Änderungen nötig.

VON NICO BECK

Wichmannshausen – Die Erleichterung ist den Verantwortlichen des TSV Wichmannshausen nach dem ersten Fußballspiel seit langer Zeit auf dem eigenen Sportplatz deutlich anzumerken gewesen. Nicht weil das Freundschaftsspiel gegen den FSV Geismar mit 5:1 gewonnen wurde. Nein, ausschließlich wegen des erfolgreichen Ablaufs der ersten Sportveranstaltung seit mehreren Monaten. „Die Umsetzung des Corona-bedingten Hygienekonzepts ist eine echte Herausforderung gewesen, aber wir sind froh, diese gemeistert zu haben“, sagt Sven Schellhase, der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Wichmannshausen. „Jeder Zuschauer hat sich damit arrangiert, es gab keine Probleme und, das habe ich überall so wahrgenommen, es lautete der Tenor: Wir sind froh, dass wieder Fußball gespielt wird.“ Rund 100 Besucher waren nach TSV-Angaben bei diesem ersten Heimspiel rund um Eschwege dabei.

Dass die Umsetzung des Hygienekonzeptes am Spieltag so gut gelang, das verdanken die Fußballer einerseits den Erfahrungen anderer Sparten – zum Beispiel sind die Tischtennisspieler schon vor Wochen ins Training eingestiegen und mussten Konzepte umsetzen –, andererseits aber insbesondere einer intensiven Vorbereitung. Schellhase: „Im Vorfeld haben wir uns zwei Tage lang zusammengesetzt und geschaut, was wir noch brauchen und was getan werden muss, um das Konzept zur Rückkehr auf den Sportplatz vom Hessischen Fußball-Verband umzusetzen.“ Unter anderem brauchte es weitaus mehr helfende Hände als üblich. Dem Vernehmen nach seien über zehn Personen zur Unterstützung bei diesem Spiel dabei gewesen. Warum, das wird beim Blick auf die wichtigsten Punkte klar:

Das Betreten

Es wurde klar geregelt, wo Ein- und Ausgang ist. Ein gemeinsames Kommen und Gehen gibt es in diesen Tagen nicht mehr. Zudem wurde am Eingang unter anderem gleich dafür gesorgt, „dass die Daten eines jeden Zuschauers aufgenommen werden, er sich sozusagen registriert hat, und dabei wurde dann gleich ein Handzettel mit allen wichtigen Informationen ausgehändigt“.

Mit Absperrband wurde am Sportgelände immer wieder vorgesorgt, dass der nötige Abstand eingehalten wird. „Das musste alles vorbereitet werden.“ Handdesinfektionsspender seien bereits im Vorfeld angebracht worden.

Das Umziehen

„Wir hatten Bedenken wegen der Größe unserer Kabinen“, sagt Schellhase, der anführt, dass sich die Gäste in der Uwe-Seeler-Sporthalle umzogen. Beim TSV kein Problem, denn die Halle ist unmittelbar an das Vereinsheim und die eigentlichen Kabinen angeschlossen. Die Gästekabine war dem Schiedsrichter vorbehalten, während das Heimteam aber in seiner Kabine blieb. „Hier wurde dafür gesorgt, dass einzelne Gruppen gebildet werden.“

Das Spiel

Ersatzspieler, Trainer und Betreuer sitzen normalerweise auf den dafür vorgesehenen Bänken an der Seitenlinie. „Das wird in dieser Form erst mal nicht möglich sein“, so der TSV-Fußballchef, der erklärt: „Bei uns durfte sich nun nur der Trainer dort aufhalten. Die Ersatzspieler haben auf Plastikstühlen mit Abstand zueinander hinter der Barriere gesessen.“ Ein Glück für alle, dass es nicht regnete.

Die Durchsagen

Während des Spiels wurden mit Durchsagen auf Besonderheiten hingewiesen und Spieler und Besucher weiter sensibilisiert, die Bestimmungen zwingend einhalten zu müssen.

Die Kontrolle

Mit Ralf Siegbert Giesen hat der TSV vor gut zwei Monaten einen Hygienebeauftragten bestimmt, „der rumgegangen ist, Ansprechpartner war und der, wenn es denn nötig ist, auch eingreift, um die Standards zu halten, die nun mal eingehalten werden müssen“. Laut Schellhase habe es jedoch keine Beanstandungen gegeben. „Aber wir sind natürlich froh, den Ralf Siegbert in dieser wichtigen Funktion zu haben.“

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