1. Werra-Rundschau
  2. Sport
  3. Lokalsport

ETSV-Niederlage gegen Hünfeld: Es war viel mehr möglich

Erstellt:

Von: Harald Triller

Kommentare

Erzielte am Samstagabend gegen den Hünfelder SV sieben Treffer für den ersatzgeschwächten Eschweger TSV: Nicolas Reuchsel.
Erzielte am Samstagabend gegen den Hünfelder SV sieben Treffer für den ersatzgeschwächten Eschweger TSV: Nicolas Reuchsel. © Markus Claus

Der ersatzgeschwächte Eschweger TSV hat das Spiel gegen den Hünfelder SV am Samstagabend verloren. Am Ende verlor man die Partie in der Handball-Landesliga mit 34:37.

Eschwege – Das viel zu leichtfertige Verhalten in Überzahlmomenten, die in vielen Situationen zu lasch agierende Abwehr, die unnötigen technischen Fehler, die Abspielpatzer und das Auslassen von besten, weil freien Chancen, haben in einem flotten Landesliga-Handballduell den Ausschlag für die ETSV-Niederlage gegen den SV Hünfeld gegeben.

So steht unter dem Strich die Erkenntnis, dass viel mehr möglich gewesen wäre. Aber freilich bringen Hypothesen die Kreisstädter nicht weiter. Und, ganz wichtig, trotz des 34:37-Misserfolges gegen den Tabellenzweiten gewann Trainer Christian Löbens der Partie viel Positives ab.

Eschweger TSV verhindert mit Einsatz ein Debakel

„Als das Geschehen zwischen der 38. und 45. Minute mehrfach auf minus acht stand, haben wir uns zusammengerauft, kollektive Stärke gezeigt und konnten ein Debakel mit Einsatzwillen und mit wunderbar herausgespielten Toren abwenden. Ja, ich kann mit meinem Trainerkollegen Julian Triller, der im Übrigen nach zwei Jahren erstmals wieder selbst auf der Platte stand und für den verhinderten Fabian Otto die Linksaußenposition mit Bravour abdeckte, einträchtig sagen, dass die Mannschaft zusammengewachsen ist und in dieser Landesliga jeden Kontrahenten besiegen kann“, schwärmt Christian Löbens vor allem von den bärenstarken ersten 20 Minuten.

Ein Lob verdiente sich auch ETSV-Ikone Klaus Stephan, der, genau wie Julian Triller, aushalf, weil neben Fabian Otto auch Mike Guthardt und Maurice Meyer nicht einsatzbereit waren. „Er hat einen großartigen Part in der Defensive abgeliefert“, adressierte Christian Löbens dankbare Worte an den langjährigen Leistungsträger.

Hünfeld setzt sich bis zur Pause auf vier Tore ab

Bis zum 11:10 in der 18. Minute waren die Gastgeber tonangebend, die perfekten Lauf- und Ballwege gaben dem Favoriten einige Rätsel auf, auch die Versuche über den Kreis und die Außenpositionen waren durchaus von Erfolg gekrönt. Leider hatte ein erster kleiner Hänger mit einem 4:0-Lauf für die Gäste den Rhythmus der Eschweger durcheinandergewirbelt.

Zwar konnten Nicolas Reuchsel und Philipp Haaß mit ihren sehenswerten Treffern zum 14:16 aufschließen, doch bis zur Pausensirene setzte sich Hünfeld wieder auf vier Tore ab.

Die doppelte Unterzahl, mit der die Dietemänner aus der Kabine kamen, nutzte Hünfeld eiskalt mit drei Toren zum 22:15 aus. Und in der Folgezeit waren es neben temporeichen Aktionen bei gescheit vorgetragenen Angriffen aus dem gebundenen Spiel heraus vor allem die gnadenlosen Konter, die dem Tabellenzweiten den deutlichen Vorsprung garantierten. Doch es spricht für die Hausherren, dass sie sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergaben.

ETSV-Trainer Löbens: „Es fehlte uns leider an Zeit“

„Hünfeld hat keineswegs die zweite Garde eingewechselt, wir haben in der Schlussviertelstunde die gleichen Waffen in Anschlag gebracht und sind mit tempogeladenen Aktionen bis auf drei Tore herangekommen. Es fehlte uns gegen den nun durchsichtig auftretenden SVH leider an Zeit“, haderte der ETSV-Coach Löbens.

Ein Wort noch zu den Unparteiischen aus Kirchhof, die vom ETSV-Publikum lautstark als „Kreisligaschiris“ betitelt wurden. Sie waren sicher nicht die Schuldigen an der Niederlage, aber an der Abstimmung untereinander müssen sie gezielt arbeiten, klar im Wurfkreis erzielte Tore abpfeifen und auch mit der Stürmerfoul-Regel standen sie vermehrt auf Kriegsfuß. Fotos: werra-rundschau.de

(Harald Triller)

ETSV - Hünfelder SV 34:37 (15:19)

Eschweger TSV: Medrea, Gleim - Smeu (10/5), Wagner (1), Triller (5), Stephan (1), Löbens, Manegold, Haaß (8), Manojlovic (2), Reuchsel (7).

Hünfelder SV: Krätzig - Sitzmann (11), Sauer (8/6), Bachus (4), Schott (5), Gute (1), Aha (2), Unglaube (2), Kircher (4), Voß, Möller, Sauerbier. Schiedsrichter: Fuchs/Horn (Kirchhof).

Zuschauer: 100.

Spielfilm: 5:4 (9.) – 11:10 (17.) – 11:14 (21.) – 14:16 (24.) – 15:19 (30.) – 18:25 (38.) – 20:28 (43.) – 29:35 (54.) – 34:37 (60.).

Auch interessant

Kommentare