SV 07 Eschwege empfängt Eichenzell

Nach dem 0:3-Debakel in Dörnberg: 07-Chef Kreiselmeyer fordert Trotzreaktion

Der Kapitän geht voran: Auf Eschweges Spielführer Alexander Bazzone (weißes Trikot) kommt es am Samstag im Heimspiel gegen Eichenzell nicht nur spielerisch an, sondern auch seine Führungsqualitäten sind gefragt nach der 0:3-Pleite vergangene Woche beim Tabellenletzten. Foto: Lea Hüther

Nach der 0:3-Schlappe gegen den Letzten der Fußball-Verbandsliga ist bei der SV 07 Eschwege im Heimspiel gegen den FC Eichenzell (Sa., 6. April, 14.30 Uhr) Wiedergutmachung angesagt. 

Auch Tage nach der 0:3-Schlappe beim Tabellenletzten FSV Dörnberg ist Matthias Kreiselmeyer von der SV 07 Eschwege noch immer fassungslos: „Unser Auftritt in diesem Verbandsligaspiel hat mich sprachlos gemacht. Wir haben nichts von dem gezeigt, was uns eigentlich ausmacht. Und die Niederlage hätte auch noch viel höher ausfallen können“, sagt der Vorsitzende.

Bisher habe er nicht zu der Mannschaft gesprochen. Vielleicht mache es das morgen Abend bei der Mannschaftssitzung vor dem Heimspiel am Samstag, 6. April, gegen den FC Eichenzell, verriet er im gestrigen Pressegespräch. „Da wird erst mal analysiert und dann werde ich es ja sehen, ob ich noch was sagen muss, oder nicht“, so Kreiselmeyer.

Dass es vonseiten des Trainers Rafal Klajnszmit ein Donnerwetter gab, „das wäre nur Spekulation von mir, weil ich nach dem Spiel nicht mit in der Kabine war. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass er genau so frustriert war wie ich.“ Mit drei Glanztaten des Eschweger Torwarts Danny Göhler und zwei Aluminiumtreffern der Dörnberger sei die SV 07 mit 0:3 noch gut bedien gewesen. Klar, dass eine solche Partie jeden der Verantwortlichen enttäuscht.

Nach der Sitzung am heutigen Freitag gilt es beim Tabellensiebten, die Sinne zu schärfen und wieder so aufzutreten, wie es vor den jüngsten Niederlagen der Fall war. Das sieht auch der 07-Chef so und erzählt: „Wir wollen unser technisch gutes Spiel aufziehen, müssen den Kampf annehmen und dürfen auf keinen Fall zu viel meckern.“ Diese Zielstrebigkeit habe Kreiselmeyer zuletzt vermisst, des Weiteren sei die Mannschaft nicht von der ersten bis zur 90. Minute präsent genug gewesen. Mit Eichenzell gastiert der 15. auf der Torwiese, der bei den kolportierten fünf direkten Absteigern wohl kaum noch eine Chance auf den Ligaverbleib haben wird. Es sei denn, in Eschwege würde gepunktet. Achtmal ging Eichenzell zuletzt als Verlierer vom Platz, seit elf Spielen ist die Mannschaft bereits sieglos. Somit zählt für Eschwege nichts anderes als ein Heimsieg, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.

Nicht mithelfen wird dem Eschweger Verbandsligisten dabei Flügelspieler Sascha Fricke. „Er ist verletzt, kann nicht wirklich trainieren und ist somit nicht wirklich in der Lage, Verbandsliga zu spielen“, sagt der Vereinsvorsitzende über den Angreifer, der bislang elfmal zum Zug kam und dabei drei Treffer erzielte. Weiter heißt es, dass Fricke bis Saisonende die zweite Mannschaft betreuen und für einen kleinen Aufschwung sorgen solle. „Wenn es geht, dann als Spielertrainer. Er hat einen sehr guten Draht zur Zweiten.“ Diese Aufgabe wurde zuvor von Pascal Gebhardt übernommen.

Eschweges Verbandsligakonkurrent SV Adler Weidenhausen ist spielfrei. Am 14. April geht's dann zu Hause gegen Johannesberg.

Ausgangslage: Eschwege (7./39 Punkte) ist klarer Favorit gegen den FC Eichenzell (15./20), der dringend punkten muss, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Eichenzell verlor acht Spiele in Folge, 07 die vergangenen beiden und den Anschluss nach ganz oben. 

Personal: Bei den Eschwegern kehrt der zuletzt Gelbrot gesperrte Florian Baldauf ins zentrale Mittelfeld zurück, auch David Dreyer könnte nach Krankheit wieder für Impulse im Mittelfeld sorgen. Nicht dabei sein wird Sascha Fricke (siehe Artikel). 

Hinspiel: Die SV 07 gewann auswärts mit 1:0. Torschütze war am 29. September Mathias Tadeis Gambetta.

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