Basketball-Kreisliga: Eschwege gewinnt in Kassel trotz vieler Fehlversuche von der Freiwurflinie

Der widrigen Spielweise getrotzt

Kampfstark: Eschweges Andreas Straßner (rechts) überzeugte in Kassel mit seinem Einsatz auf dem Feld und insbesondere als Motivator für die eigene Mannschaft. Foto: Claus/nh

Kassel. Das, was vor wenigen Wochen noch niemand zu träumen wagte, ist nun eingetreten: Die Basketballer des Eschweger TSV sind in der Kreisliga auf den vierten Tabellenplatz geklettert. Die Mannschaft von Trainer Stefan Gerhard, die vor Kurzem noch einige Partien haushoch verlor, setzte sich bei ACT Kassel VIII verdient mit 71:68 (33:30) durch und feierte nicht nur den zweiten Sieg in Folge, sondern auch den ersten Auswärtssieg der Saison.

Vor dem Spiel

Die Eschweger reisten mit nur sieben Spielern nach Kassel, die aber allesamt über hohe spielerische Qualität verfügen. Damit war bereist vor Spielbeginn klar, dass der ETSV mithalten wird und – wenn die Kondition ausreicht – auch Siegeschancen hat.

Die Erste Halbzeit

Zu Beginn der Partie ließen es die Akteure beider Mannschaften langsam angehen. Der Auftakt in dieses Spiel des neunten Spieltags war geprägt von zahlreichen Unterbrechungen, Foulspielen und nur wenigen sehenswerten Spielzügen. Schwere Kost für Basketball-Fans.

Körbe wurden zu dieser Zeit weitestgehend von der Freiwurflinie erzielt, sodass der Spielstand recht gering war. Erst im zweiten Viertel wurde das deutlich besser, die Spielzüge besserten sich, beide Teams wurden passsicherer und ließen ihr Potenzial aufblitzen.

Die fünf startenden Spieler Robert Wachtel unter dem Korb, Andreas Straßner und Klaus Stephan auf den Flügeln sowie Dimitar Ilev und Keanu Claus auf den Guard-Positionen gingen mit einer Drei-Punkte-Führung in die Pause.

Die zweite Halbzeit

In der zweiten Hälfte bessere sich das Spiel, wenngleich das Team aus Kassel weiterhin in erster Linie durch Fouls und kleine Nickeligkeiten auffielen. Überzeugend aufseiten des ETSV war nach Wiederbeginn Jonas Hupfeld, der für den glücklosen Dimitar Ilev in die Partie kam und in der Folge zu einem entscheidenden Faktor wurde und aufgrund zahlreicher Tempogegenstöße – im Basketball Fastbreak genannt – zum Matchwinner avancierte.

Der ETSV zog auf zwölf Punkte davon, der größte Abstand in der Partie. „Aber dann kamen die Freiwürfe“, heißt es vonseiten des ETSV. Die Gastgeber schickten die Eschweger in nahezu jedem Angriff an die Freiwurflinie, von der aber kaum ein Korberfolg gelang. So kam ACT Kassel wieder heran, ein sehenswertes Basketballspiel kam so aber nicht zustande. Glück für den ETSV, dass nach der 71:68-Führung der Wurf von jenseits der Dreipunktelinie der Kasseler vorbeiging und der knappe Sieg letztlich eingefahren wurde.

Insgesamt war es eine Energieleistung des ETSV, der diszipliniert spielte und sich diesen Erfolg verdiente.

Von Nico Beck

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