Eschweger TSV - VfL Wanfried; Samstag, 12. Oktober (18 Uhr)

Fünf Gründe: Deshalb elektrisiert das Landesliga-Derby

Wurfgewaltig: Eschweges Philipp Haaß wird gegen Wanfried im Rückraum gefragt sein. Foto: Claus/nh

Nach einer Saison ohne Lokalderby in der Landesliga treffen am Samstag (18 Uhr) mit dem Eschweger TSV und dem VfL Wanfried wieder die beiden heimischen Schwergewichte aufeinander.

Eschwege – Wanfried ist mit zwei Siegen aus drei Spielen gut gestartet, Aufsteiger ETSV verlor hingegen dreimal klar. Doch im Derby des vierten Spieltags spielen die bisherigen Resultate keine Rolle. Wir nennen fünf Gründe, warum die Vorfreude auf dieses größte Handballspiel der Region so groß ist.

1. D ie Besonderheit: Der Stellenwert wird allein beim Blick in die Halle zum Anwurf deutlich, wenn auf den Tribünen kaum ein Platz frei sein wird, die Spielstätte förmlich aus allen Nähten platzt. Ein solches Interesse herrscht nur bei diesem direkten Aufeinandertreffen. Der heimische Handballfan dürstet nach diesen Duellen, zumal es in diesem Jahr das einzige wirkliche Derby im Herren-Handball darstellt.

2. Die Leidenschaft: Wenn sich zwei Teams so gut kennen, dann ist es schwierig, den Gegner zu überraschen. Deshalb nehmen Leidenschaft und Emotionen eine umso größere Rolle ein. Und das übt einen ganz besonderen Reiz auf die Fans und die Spieler aus.

3. Die Überraschungen: Vor zwei Jahren ging es heiß her (siehe Hintergrund), lieferten sich beide spektakuläre Partien auf Augenhöhe. Trotz der klaren Favoritenrolle der Wanfrieder will der ETSV erneut überraschen. Die Vergangenheit zeigt: Alles ist möglich.

4.Die Bedeutung: Trotz der Rivalität beider Clubs geht es vorrangig um zwei Punkte in der Landesliga. Diese sind für beide sehr wichtig. Für Eschwege, um endlich den ersten Erfolg zu erzielen und nicht den Anschluss an die klassenerhaltenden Plätze zu verlieren; für Wanfried, um sich im oberen Drittel festzusetzen und weiter die Spitzenplätze im Auge zu behalten.

5. Die Neuen: Einige Akteure sind erstmals beim heimischen Handball-Höhepunkt dabei. So zum Beispiel Eschweges Außen Nicolas Reuchsel, dem großes Talent bescheinigt wird. Aber auch Wanfrieds Ex-Bundesligaspieler Pascal Küstner fiebert diesem Spiel seit Wochen entgegen. Das Besondere bei ihm: Er ist in Meinhard aufgewachsen, nun aber zum ersten Mal beim Senioren-Derby dabei.

Freut sich auf sein erstes Derby: Wanfrieds Neuzugang Pascal Küstner. Foto: Marvin Heinz

HINTERGRUND

Im Abstiegsjahr des ETSV (2017/18) kam in beiden Partien nur wenig Spannung auf. Zu dominant waren die Auftritte des VfL Wanfried, der in Eschwege mit 33:27 gewann und auch in eigener Halle beim 26:19 nichts anbrennen ließ. Auf beiden Seiten waren übrigens sieben Akteure dabei, die diesmal erneut eingesetzt werden dürften. Wesentlich spannender die Partien im Jahr davor. In Wanfried erkämpfte der ETSV nach hohem Rückstand ein 29:29, verlor dann zu Hause erst in der Schlussminute mit 25:27 Der ETSV konnte keines der vergangenen vier Duelle gewinnen, bot aber große Kämpfe.

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