28:27-Sensation des Aufsteigers in der Handball-Landesliga

Großartiger Eschweger TSV besiegt den Tabellendritten

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Riesenjubel nach Spielende: die Spieler des ETSV nach der Überraschung gegen den Tabellendritten.

Eschwege – Was für ein grandioser Auftakt des Handballjahres für die Landesligahandballer des Eschweger TSV.

Mit einer vorbildlichen Mannschaftsleistung besiegte der Aufsteiger vor 220 begeisterten Zuschauern am Sonntagabend den Tabellendritten Körle/Guxhagen hochverdient mit 28:27 und sicherte sich zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Es war eine großartige Leistung, an der sich der ETSV in Zukunft messen lassen muss.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Sensation im ersten Rückrundenspiel.

War der Sieg denn verdient?

Ja, ohne Wenn und Aber. Von Beginn an hochkonzentriert und ohne Respekt auftretend, setzten sich die Gastgeber früh mit 6:3 (7.) ab und imponierten mit einem couragierten Auftritt. Selbst aus kritischen Situationen befreiten sich die Gastgeber immer wieder und hielten ihren Gegner jederzeit in Schach. So war der Sieg am Ende deutlicher, als es das Ergebnis bei einem Treffer Differenz ausdrückt. Das änderte aber nichts an der großen Freude im Lager des ETSV.

Wer waren die Helden des Spiels?

In erster Linie war der Sieg das Ergebnis einer über weite Strecken herausragenden Mannschaftsleistung. Jeder warf alles in die Waagschale und trug seinen Teil zum Erfolg bei. Vorbildlich! Und dennoch kommt man nicht umher, drei Akteure aus dem Kollektiv herauszuheben. Torwart Cornel Medrea imponierte mit vielen Paraden und leitete so manche Angriffe glänzend ein, Philipp Haaß rackerte für zwei, bewies Anführerqualitäten und überzeugte im Abschluss. Und Alin Smeu zeigte eine seiner besten Leistungen im ETSV- Trikot, glänzte als Ballverteiler und in der Abwehr.

Welche Szene bleibt in Erinnerung?

Für eine solche sorgte Christian Löbens, der mit Julian Triller das Trainer-Duo der Eschweger bildet. Löbens stand selbst auf der Platte und wurde in Unterzahl auf Rechtsaußen angespielt, als seine große Stunde schlug. „Löb“ erzielte aus schier unmöglichem Winkel mit rechts das wichtige 25:22. „Wer trifft, hat recht“, kommentierte Triller von außen.

War der Sieg im Vorfeld zu erwarten?

Nein. Definitiv nicht. Nicht nur wegen der deutlichen 29:38-Klatsche zum Saisonauftakt gegen die bisher so überzeugenden und körperlich starken Gäste hielt sich der Optimismus in Grenzen. Mit Klaus Stephan und Mike Guthardt mussten zudem zwei Leistungsträger ersetzt werden, sodass auch auf der Auswechselbank kaum viele Alternativen zur Verfügung standen. Und so waren die Ansprüche von Trainer Julian Triller minimal. „Ein gutes Spiel und eine Pleite mit weniger als fünf Toren“, so sein Wunsch. Am Ende strahlte er. Kein Wunder nach der Galavorstellung seines Teams.

Eschweger TSV: Medrea, Groß, Gleim - Smeu 4, Wagner 7/2, Otto 5/2, Meyer 1, Löbens 1, Manegold, Ständer, Haaß 7, Manojlovic 2, Reuchsel 1. MSG 

Körle/Guxhagen: Büde, Wicke - Griesel 9/4, Schröder 3, Küllmer 3, Schade 2, Linz 2, Andrei 3, Reinbold 1/1, Schlüter 1, Badenheuer 1, Taube 1, Imke 1, Fitozovic. 

Spielfilm: 6:3 (9.), 12:7 (18.), 14:11 (24.), 17:13 (30.) - 20:16 (39.), 24:22 (54.), 28:27 (60.). Zuschauer: 220.

Von Stefan Konklowsky

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