ETSV grüßt von der Spitze - Hinrunden-Bilanz der Handball-Bezirksoberliga

Ballt zurecht die Faust: ETSV-Routinier Klaus Stephan ist mit seinem Team Herbstmeister. Archivfoto: Markus Claus

Eschwege. Zwei der drei heimischen Vertreter haben in der Handball-Bezirksoberliga sehr gegensätzliche Hinrunden geboten. Während der Eschweger TSV überraschend stark nach dem Abstieg gestartet ist und als Tabellenführer die erste Halbserie abschließt, rutschte der Vorjahres-Sechste Jestädt/Grebendorf in den Abstiegskampf ab.

Stabil in der oberen Tabellenhälfte präsentiert sich einmal mehr der Dritte im Bunde: Datterode/Röhrda/Sontra. Wir ziehen Bilanz.

ETSV

Viele Mannschaften hatten den letztjährigen Landesligisten vor der Spielzeit als Titelaspiranten auf dem Zettel. Der ETSV selbst stapelte tief. „Wir wollten schon oben angreifen, das war das sportliche Ziel, und hatte natürlich auch irgendwo das Meisterschaftsrennen im Hinterkopf, haben das aber so erst mal nicht als Ziel formuliert“, sagt Klaus Stephan, Geschäftsführer der Handball 2000 GmbH. Man habe zunächst einmal abwarten wollen, wie sich die Mannschaft unter dem neuen Spieler-Trainergespann mit Christian Löbens und Michael Spannknebel findet.

Die Antwort: sehr schnell und sehr gut. Denn bis auf die Heimniederlage gegen Verfolger Ost-Mosheim blieb der ETSV von Rückschlägen verschont, gewann ansonsten alle weiteren elf Partien und hat bei einer Nachholpartie in der Hinterhand einen Zähler Vorsprung auf den Zweiten. „Jetzt wollen wir natürlich den Titel holen, das ist ganz klar“, so Stephan. Ob ein Aufstieg in die Landesliga für die jungen Spieler sinnvoll sei, wenn sich erfahrene Akteure wie er und Michael Spannknebel zurückziehen, werde später entschieden.

Datterode/Röhrda/Sontra

„Wir sind zufrieden mit der Hinrunde, hatten wir doch eine Menge Verletzungspech“, befindet Co-Trainer und Spieler Daniel Hassenpflug, der auf Rang sechs und 14:12 Punkte zurückblickt. Mit Daniel Hartung fehlt jetzt wegen eines Mittelhandbruchs der beste Schütze, Christoph Fischer fiel und fällt vielleicht noch länger aus aufgrund von Schulterproblemen. „Nachwuchstalente wie Manuel Hasecke und Leon Munk mussten ran und haben das gut gemacht, auch wenn wir offensiv noch etwas mehr Durchschlagskraft brauchen“, so Hassenpflug.

Jestädt/Grebendorf

Der drittletzte Platz und 6:16 Punkte – die Bilanz von Jestädt/Grebendorf ist nicht rosig; und das nach dem hervorragenden sechsten Platz 2018 Spielertrainer Julian Triller führt das auf edünnere Personaldecke und mangelnde Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen, zurück. Das Resultat spiegele die Leistungen wider. In der Rückrunde müsse man alles reinhauen, vor allem im Angriff, wo es an leichten Toren fehlt. „Passiert das nicht, wird es ein enttäuschendes Jahr.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare