ETSV komplett chancenlos beim 22:29 gegen Dittershausen

Waren bedient: die Eschweger Trainer Chr istian Löbens (links) und Julian Triller (Zweiter von links) nach der Leistung gegen Dittershausen. Foto: Florian Künemund

Statt des erhofften dritten Heimsieges in Folge mussten die Landesliga-Handballer des Eschweger TSV neidlos die Überlegenheit der TSG Dittershausen anerkennen. Endergebnis: 22:29.

Mit 6:16 Punkten bleiben die Dietemänner damit auf dem vorletzten Tabellenplatz und befinden sich weiterhin in aktueller Abstiegsgefahr.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Spiel.

War der Sieg der Gäste verdient?

Darauf gibt es nur eine Antwort: Ja. Mit viel Selbstvertrauen nach dem bisherigen Saisonverlauf ausgestattet landete der Tabellenvierte am Ende einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, der nicht ansatzweise während der gesamten 60 Minuten in Gefahr geriet. Selbst eine frühe Auszeit beim 3:6 (13.) zeigte keine Wirkung, die Machtverhältnisse auf dem Parkett waren früh geklärt. Acht Tore betrug der Vorsprung zum Pausentee und auch nach Wiederbeginn blieb der Klassenunterschied bestehen. Zwar mühten sich die Hausherren, eine Chance hatten sie allerdings nicht.

Wie war denn die Leistung des ETSV?

Einzig und allein Torwart Thomas Gross war zu Beginn des Spiels richtig wach und sorgte dafür, dass es nach acht Minuten nur 1:4 stand. Ansonsten bekamen die Akteure des Trainerduos Löbens/Triller überhaupt keinen Zugriff auf die Partie. In der Abwehr wurde nicht energisch zugepackt, was vor allem der hochaufgeschossene Christian Siebert immer wieder als Einladung betrachtete und fast ohne Gegenwehr zu leichten Treffern aus der zweiten Reihe kam. Und in der Offensive existierte kein Plan, um die stärkste Defensive der Liga ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Einlaufen war ein Fremdwort und auch sonst waren die Angriffsbemühungen zu leicht zu durchschauen, sodass die Gäste noch nicht mal am oberen Limit agieren mussten. Symptomatisch für das Spiel der Gastgeber war der Kurzauftritt von Alin Smeu. Zwei katastrophale Abschlüsse nach seiner Einwechslung ohne jede Vorbereitung waren eine Spiegelbild für die Leistung des ETSV, der erst nachdem die Gäste zwei Gänge zurückschalteten, ein wenig Ergebniskorrektur betreiben konnte.

Was fiel sonst noch auf?

Nicht nur Eschweges Handball-Ikone Matthias Müller, sondern auch viele andere Zuschauer in der Sporthalle beim OG wunderten sich ein wenig über die nicht existente Körpersprache der Blau-Weißen, sowohl auf dem Parkett als auch auf der Bank. Ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen, anstatt sich mehr oder weniger sang- und klanglos in das eigene Schicksal zu ergeben. Allerdings fehlt auch der Leader in Reihen des ETSV, an dem sich die Mannschaft in schwierigen Situationen aufrichten kann. Insgesamt war es ein Handballabend zum Vergessen.

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