Die Halle der Beruflichen Schulen ist belegt 

Derby auf neutralem Boden: ETSV-Heimspiel in der Heuberghalle 

Es geht zur Sache: In dieser Aktion des Hinspiels will Daniel Hassenpflug (schwarz, HSG) an den Eschwegern Mike Guthardt (links) und Spielertrainer Christian Löbens vorbeiziehen.  Foto: Markus Claus

Eschwege - Das Derby zwischen den Bezirksoberliga-Handballern des Eschweger TSV und der HSG Datterode/Röhrda/Sontra findet am Samstag, 2. März, ab 18 Uhr in der Heuberghalle statt.

Wer am vergangenen Sonntag beim Eschweger Heimspiel in der Handball-Bezirksoberliga gegen Gensungen/Felsberg II dabei war, der wird unweigerlich an Peter Lustig gedacht haben, den kultigen Alleskönner aus der ZDF-Sendung Löwenzahn. Dem Protagonist mit der blauen Latzhose wird der Satz „Klingt komisch, ist aber so“ zugeschrieben. Dass dieses Zitat jedoch auf Christoph von der Sendung mit der Maus zurückzuführen ist, ist an dieser Stelle nur sekundär bedeutsam. Denn inhaltlich trifft die Aussage voll und ganz auf das Derby am Samstag in Eschwege zu.

Hallensprecher Matthias Kullik wies in mehreren Durchsagen darauf hin, dass das ETSV-Heimspiel des 18. Spieltags gegen die HSG Datterode/Röhrda/Sontra in der Heuberghalle (Wacholderweg 1) stattfinden wird. Nicht wie gewohnt in der Halle der Beruflichen Schulen. Anwurf bleibt bei 18 Uhr. Grund der Verlegung des Spielortes sind die Deutschen Meisterschaften der Bogenschützen mit Handicap, die am Samstag und Sonntag in der eigentlichen Spielstätte der Handballer ausgetragen werden (wir berichteten).

Ungewohnte Situation, aber keine neue

Somit stellt sich für den Gastgeber eine ungewohnte Situation dar. In gewisser Weise wird es ein Derby auf neutralem Boden, wenngleich dieses in der Kreisstadt ausgetragen wird.

ETSV-Betreuer und Pressesprecher Benjamin Brill sagt dazu: „Klar ist es nicht unsere angestammte Halle, aber das wird unsere Mannschaft nicht beeinträchtigen. Das Wichtigste ist, dass unsere Fans da sind. Und die werden uns auch in diesem Spiel wieder tragen.“

Trainer Christian Löbens ergänzte, dass er sehr auf die Atmosphäre in der Heuberghalle gespannt sei. „Ich kenne die Stimmung, die sich dort entwickeln kann, noch aus meiner Kindheit.“ In vergangenen Zeiten wurden die Heimspiele in der Heuberghalle ausgetragen.

Dass die Verlegung eine entscheidende Rolle spielen wird, das glaubt auch Daniel Hassenpflug von der gastierenden HSG nicht: „Während des Spiels blendet man aus, wo man spielt. So ein großer Unterschied wird es sicher nicht, zumal das Spiel ja noch in Eschwege stattfindet. Ungewohnt wird es trotzdem.“

Hinspiel war Duell für die Geschichtsbücher

Ungewohnt war auch das, was sich im Aufeinandertreffen der Vorrunde in Röhrda abgespielt hatte. Im Nachgang wurde von einem Derby für die Geschichtsbücher gesprochen. Beim Eschweger 18:12-Auswärtssieg wurden nur 30 Tore erzielt. Zum Vergleich: In den bisherigen 17 Ligaspielen traf der ETSV neunmal über 30-mal in einem Spiel. Einschließlich der gegnerischen Tore waren das mitunter mal doppelt so viele Treffer wie im Hinrunden-Derby. Auf ein ähnlich offengehaltenes Duell hofft Datterode/Röhrda/Sontras Daniel Hassenpflug, „aber ein paar mehr Tore dürften es von unserer Seite aber schon sein“, erzählt er scherzend. "ARTIKEL RECHTS

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