Heimpremiere am Sonntag

ETSV verpflichtet Rückraumspieler Dino Bacic von der HSG Werratal

Vorstellung des Neuzugangs: (von links) Trainer Christian Löbens, Betreuer Benjamin Brill, Dino Bacic, sportlicher Leiter Wilhelm Güntheroth und Trainer Julian Triller. Foto: Harald Triller

Der Handball-Landesligist Eschweger TSV hat den Rückraumspieler Dino Bacic vom Thüringenligisten Werratal verpflichtet. Am Sonntag hat er Heimpremiere.

Er stößt genau zum richtigen Zeitpunkt zum Handball-Landesligisten Eschweger TSV, „denn Dino Bacic kann uns in der so wichtigen Phase der Saison nach dem grandiosen Sieg in Wanfried und vor der Heimpartie gegen das noch punktlose Schlusslicht Zierenberg, definitiv weiterhelfen“, sagte der sportliche Leiter Wilhelm Güntheroth bei der Vorstellung des 28-jährigen Kroaten.

Er war zuletzt bei der HSG Werratal in der Thüringen-Liga aktiv und sucht nun eine neue Herausforderung. „Ich kenne einen Spielerberater aus Thüringen sehr gut, habe mir das Angebot des Verbindungsmannes angehört und den Transfer für in Ordnung befunden. Ganz wichtig für uns: Dino hat schon bei Werratal als Taxifahrer gearbeitet und wir konnten ihn aufgrund von guten Referenzen auch jetzt gleich vermitteln. Er hat bei der Bäckerei Wolf einen Job bekommen“, lobte Güntheroth die menschliche Art des Neuzugangs.

Auch die Trainer Christian Löbens und Julian Triller sind angetan: „Ein großes Plus sind seine deutschen Sprachkenntnisse, er ist technisch versiert, ein kompletter Spieler in Abwehr und Angriff und glänzt mit spielerischer Intelligenz auf allen drei Rückraumpositionen“, sagt das Trainerduo unisono nach den bisherigen Trainingseinheiten. „Mit seinen 28 Jahren bringt er auch schon ganz viel Erfahrung mit, die er in Kroatien, in Österreich und zuletzt in Thüringen gesammelt hat“, ergänzt ETSV-Betreuer Benjamin Brill.

„Klaus Stephan hat endgültig seinen Rücktritt erklärt und Mike Guthardt, der eine feste Größe in unserer Defensive ist, steht aus beruflichen Gründen nicht immer zur Verfügung, sodass wir auf Dino tatsächlich bauen können“, schwärmt Löbens auch von dessen mannschaftsdienlichen Charakterzügen.

Ich freue mich auf Eschwege und bedanke mich auch bei Wilhelm Güntheroth, der mir bei der Jobsuche behilflich war und mir auch schon eine Wohnung besorgt hat, was letztlich auch bedeutet, dass ich meine Freundin aus Kroatien nach Eschwege holen kann“, macht Dino Bacic deutlich, dass ihm der Arbeitsplatz sehr wichtig ist.

Zur Person

Dino Bacic (28) ist im Juli 1991 in Rijeka, der zweitgrößten Stadt in Kroatien, geboren, hat auf Anraten seiner Mutter nicht mit Fußball, sondern mit sechs Jahren mit Handball begonnen. In der jüngeren Jugend hat er bei RK Kvarner (Stadtteil von Rijeka) gespielt und wurde schon mit 15 in die erste Mannschaft berufen, wo er in der zweiten und ersten Liga aktiv war und sein Hobby Handball zum Beruf machte. Über den österreichischen Erstligisten HC Bruck und Drittligisten WAT Atzgersdorf, den er über die Playoffs in die zweite Liga führte, folgte der Wechsel über Apolda zu Werratal.

Gegen das Schlusslicht muss der nächste Erfolg her

Wenn am Sonntag um 17 Uhr der Tabellenletzte HSC Zierenberg beim ETSV zu Gast ist, zählt für die Männer vom Trainerduo Löbens/Triller nur ein Sieg. „Das wird nicht einfach, weil wir konzentriert zu Werke gehen müssen, die Einstellung verlangt die gleiche Wertigkeit wie in Wanfried. Lassen wir den Schlendrian Einzug halten und statten Zierenberg so mit den ersten Punkten der Saison aus, dann wäre einerseits der Erfolg von Wanfried wertlos, andererseits würden wir einen herben Rückschlag im Abstiegskampf erleiden“, warnt Christian Löbens vor etwaiger Überheblichkeit. Trainerkollege Julian Triller verlangt einen deutlichen Sieg, „der unserer Tordifferenz von minus 66 gut tun würde. Wir haben in Wanfried ja auch gesehen, dass Abwehr Spaß machen kann“, lobt er neben den Arrivierten im Innenblock auch Bojan Manojlovic und Fabian Otto, die glänzten und so mithalfen, die Abwehrmöglichkeiten für Torwart Cornel Medrea zu erhöhen. Großen Respekt zollen die ETSV-Trainer dem starken Zierenberger Schlussmann Jens Rudolph: „Und wir müssen erkennen, dass die Gäste, die zuletzt gegen Wehlheiden 8:4 führten, bevor der Spieß sich drehte, dazugelernt haben und nie aufgeben.“

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