42-jähriger Fitnesssportler aus Eschwege mit nächstem Erfolg 

Jetzt hat er sich für eine WM qualifiziert: Angelo Di Milo ist nicht aufzuhalten

Großer Auftritt: der Eschweger Angelo Di Milo. Foto: Di Milo/nh

Eschwege - Der Eschweger Fitnesssportler Angelo Di Milo hat seine Erfolgsserie fortgesetzt. Jetzt hat er sich bei einem Wettkampf der neuen Disziplin Hyrox für die WM qualifiziert. 

Angelo Di Milo hat sich für die Weltmeisterschaft in einer speziellen Fitness- und Ausdauersportart qualifiziert. Mit ihm darüber zu sprechen, das war in diesen Tagen aber nicht leicht. Der 42-Jährige ist – wie auch in den vergangenen Wochen – viel unterwegs. Vor allem in Sachen Sport.

Am Wochenende zum Beispiel befand er sich auf dem Weg zur Fitnessmesse Fibo in Köln, als wir ihn telefonisch erreichten. „Ja, derzeit ist recht viel los“, sagt er und ahnt gleich, worum sich das Gespräch drehen wird, „die Weltmeisterschafts-Qualifikation jetzt war schon sensationell.“

Di Milo nahm mit Sportlern, die er in seinem Eschweger Fitness-Trainingszentrum trainiert, in Karlsruhe bei einem Hyrox-Wettkampf teil. Hyrox kombiniert Kraft-, Ausdauer- und Intervallübungen. „Aber das ist eine ganz andere Schiene als zum Beispiel Crossfit“, erzählt er, „die Übungen sind klar vorgegeben. Kurz gesagt ist es so, dass du erst läufst und dann ein Hindernis bewältigen musst.“ Zum Beispiel müsse ein Kilometer gelaufen und dann ein Schlitten mit 125 Kilogramm Gewicht 50 Meter weit gezogen werden. Dann würde wieder ein Kilometer gelaufen, dann steht eine weitere Herausforderung an. „Und das Ganze achtmal und natürlich auf Zeit.“ Hyrox wird generell als moderne Art eines Zirkeltrainings für jedermann beschrieben und wurde von Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste erfunden. „Ich habe vor Jahren einen Kurs kreiert, der ähnlich aufgebaut ist. Deshalb hat mich das jetzt so interessiert.“

Zuletzt war Di Milo bei Crossfit-Veranstaltungen erfolgreich. Im vergangenen Jahr nahm er unter anderem an einem Event in Italien teil, für das er sich qualifiziert hatte. „Das hat den Stein ins Rollen gebracht, damit hat es angefangen, dass ich an weiteren Wettkämpfen teilnehme. Ich habe sozusagen gleich richtig Blut geleckt.“ Hyrox stelle eine große Herausforderung dar, sei aber nicht so mentaler Stress wie Crossfit: „Beim Crossfit erfährst du erst kurz vor dem Wettkampf, wie die Workouts aussehen, die du bewältigen musst.“ Bei Hyrox sei das anders, man könne sich gezielt darauf vorbereiten. Doch für Di Milo ist der Unterschied nicht so gravierend, denn körperlich topfit muss er ohnehin sein. Und das war er auch in Karlsruhe, als er in seiner Altersklasse den dritten Platz in der „Pro“-Konkurrenz erreichte. Damit löste er sein Ticket für die WM 2020 in Berlin. Auch wenn die Hyrox-Wettbewerbe laut Di Milo noch relativ neu und noch nicht auf dem gesamten Globus verbreitet seien, „da sind trotzdem viele Profis am Start, die von großen Firmen gesponsert werden. Und ich auch, der Angelo aus Eschwege.“ Auch als Trainer feierte er einen Erfolg, denn zwei seiner Sportler kamen im Zweierteam auf Rang zwei in ihrer Klasse und qualifizierten sich ebenfalls für die WM, die jetzt in schon in Oberhausen stattfand.

Darüber hinaus nahm Di Milo zuvor schon an zwei Crossfit-Veranstaltungen teil und erzielte auch bei diesen große Ergebnisse. Einmal wurde er von über 400 Athleten Vierter, „und beim größten Event in Europa für Ü35-Athleten habe ich mich in der AK40 gegen rund 100 Teilnehmer durchgesetzt und mich als 17. für eine Großveranstaltung in Ungarn im Mai qualifiziert.“ Somit dürfte es also auch in den kommenden Wochen nicht leicht sein, Di Milo zu erreichen.

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