Eschwege 07 erobert das Chattenloh

Fragen und Antworten zum 1:0-Sieg im Halbfinale des Kreispokals in Weidenhausen

Kein Durchkommen: Tim Gonnermann (Zweiter von rechts) versuchte sich in dieser Szene aus der Distanz – allerdings vergeblich. Denn Eschweges Simon Huhn blockte den Schuss. Sören Pfliegner (links) und Dadah Gadea Baringo (rechts) schauten zu. Foto: Künemund

Weidenhausen. Die SV 07 Eschwege hat das Halbfinale im Fußball-Kreispokal auswärts mit 1:0 beim Verbandsliga-Rivalen SV Adler Weidenhausen gewonnen - und das vollkommen verdient. Fragen und Antworten zu der Partie:

Warum war der Sieg für die Kreisstädter gerecht?

Eschwege spielte keinen Hurra-Fußball und überrollte Weidenhausen auch nicht, war aber dennoch das klar bessere Team. Vor allem deswegen, weil die Gastmannschaft defensiv sehr diszipliniert agierte. Die Viererkette um die Innenverteidigung Mariusz Gogol und Dadah Gadea Baringo verdiente sich Bestnoten. Das hatte zur Folge, dass vonseiten der Weidenhäuser über die komplette Spielzeit hinweg keine klare Torchance zu notieren war. Unglaublich. 07-Trainer Rafal Klajnszmit dazu: „Heute hat die reifere Mannschaft mit dem reiferen Fußball gewonnen. Wir hatten in der Abwehr die nötige Präsenz und haben fast perfekt gestanden. Das war der Schlüssel zum Sieg.“

Wie lief es denn bei Eschwege im Angriffsspiel?

Die Dietemänner überstürzten wie gesagt nichts, kamen aber durchaus zu ein paar gefährlichen Einschussmöglichkeiten. In der 20. Minute steckte Alexander Bazzone auf Patryk Nouri durch, doch Adler-Torwart Johannes Klotzsch stürmte rechtzeitig heraus und entschied die Eins-gegen-eins-Situation für sich. Zwei Minuten später tankte sich Bazzone selbst nach Ballgewinn durch, verzog aber unter Bedrängnis. Nach 32 Minuten war es erneut der Eschweger Kapitän, der nach Ecke an die Latte köpfte. Den Abpraller nagelte Dadah Gadea Baringo noch mal an die Latte - allerdings an die Unterkante, von wo aus der Ball knapp zum spielentscheidenden Tor hinter die Linie sprang. In der Schlussphase gab es dann noch Konterchancen für 07. Einmal wehrte Klotzsch eine scharfe Kaufmann-Hereingabe ab (80.), danach klärte ein Adler-Verteidiger einen Schuss von Eschweges Mathias Tadeis Gambetta kurz vor der Linie.

Kam denn von Weidenhausen überhaupt nichts?

Weidenhausen kam zu einer ganzen Menge Eckbälle und Freistöße. Gefährlich wurde es aber nie. Meistens war Gäste-Torwart Lukas Krengel zur Stelle. In der zweiten Halbzeit waren die Adlerträger zwar etwas aggressiver und gewannen mehr Zweikämpfe, aber das war es dann auch. „Auch wenn Sören Gonnermann, Manuel Toro Moreno, Dennis Nguyen, Soohoon Kim und Bjarne Pankow ausfielen, gilt das alleine nicht als Entschuldigung. Uns hat es an Mut, Entschlossenheit und Leidenschaft gefehlt“, bilanzierte ein enttäuschter SVA-Trainer Ronald Leonhardt.

Was passierte denn neben dem Spielfeld so?

Rund 500 Fans und Zuschauer waren da. Wegen des unspektakulären und fairen Spiels geschah jedoch wenig Auffälliges. Laut wurde es auch am Rand nur selten.

Von Florian Künemund

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