100 Jahre TSV Wichmannshausen: Uwe-Bein-Elf gewinnt mit 9:2 gegen die Eintracht

All-Star-Spiel: Weltmeister Frank Mill hat abgepfiffen

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Bunt gemischt beim Erinnerungsbild: Trotz der Gluthitze haben sich Spieler der Uwe-Bein-Traditionsmannschaft (weiße Trikots) und die vom TSV Eintracht Wichmannshausen ein lockeres Fußballmatch geliefert. Das Prominentenspiel fand anlässlich des 100-jährigen Bestehens vom TSV Eintracht Wichmannshausen statt. 

Wichmannshausen. „Ich gehe, komm, Uwe, spiel steil.“ Mit diesen Worten forderte Frank Mill den Ball von seinem Mittelfeldregisseur Uwe Bein. Und der ließ die Kugel laufen wie in alten Zeiten, behandelte sie sanft und geschmeidig, fand ohne hochzuschauen seine Mitspieler, weil die noch immer die Laufwege beherrschen.

Auch ganz am Ende des Prominentenspiels, das anlässlich des 100-jährigen Bestehens vom TSV Wichmannshausen die Uwe-Bein-Traditionsmannschaft und eine gemischtes Team der Eintracht zusammenführte, hat Frank Mill die Initiative ergriffen. Der frühere Bundesligaprofi von Mönchengladbach und Dortmund, der vergangenen Dienstag seinen 55. Geburtstag feierte und noch immer topfit auf den Beinen ist, nahm nach 90 Minuten Schiedsrichter Marco Buchenau die Pfeife aus der Hand und ließ höchstpersönlich das Schlusssignal ertönen. Die große Hitze hatte am Samstagnachmittag allen Akteuren mächtig zugesetzt, da kam der Abpfiff einer Erlösung gleich.

Was aber die früheren Bundesligaprofis wie Frank Greiner, Harald Spörl, Matthias Scherz, Klaus Fischer, Frank Mill, Dieter Müller und ihr Mittelfeldchef Uwe Bein noch zu leisten im Stande sind, das beeindruckte die rund 150 Zuschauer. Absolut körperlos agierte das Team der Prominenten, die zum Ausdruck brachten, dass sie gerne Jubiläumsgäste beim TSV waren.

Bein-Team-Wichmannshausen 9:2 (5:2). Herbert Appel, Mitstreiter von Uwe Bein bei der Fußballschule der Sparkassenversicherung, war noch bei der Vorstellung der Gäste, da klingelte es bereits im Tor von Ulli Zinke (Kassel, ebenfalls Mitglied der Fußballschule). Nico Hildebrandt hat den TSV in Führung geschossen (7.). Aber schon vier Minuten später erzielte Christian Springer (1. FC Köln) den Ausgleich.

Torwart Nicky Weimar konnte sich mit einer Glanzparade großartig gegen Matthias Scherz (1. FC Köln) in Szene setzen, musste aber 60 Sekunden später (13.) das 1:2 hinnehmen. Uwe Bein verwandelte einen schmeichelhaften Handelfmeter, den Felix Reimuth verursachte. Das 3:1 von Springer (18.) war das Resultat eines unhaltbaren 20-Meter-Schusses. Auf der Gegenseite hob Linienrichter Gottfried Schilling die Fahne, er hatte Frank Hildebrandt bei einem wunderbaren Treffer im Abseits gesehen (20.). Aber zwei Minuten später setzte Frank seinen Sohn Nico Hildebrandt in Szene, der das 2:3 erzielte.

Damit war es allerdings vorbei mit der Herrlichkeit der Gastgeber. Ulli Zinke ließ sich bis zum Ende nicht mehr bezwingen, vereitelte Großchancen von Philipp Orlowski (30.), Frank Hildebrandt (60. und 65.), Sascha Fey (78. und 80) sowie von Nico Hildebrandt (84.). Auf der anderen Seite rappelte es noch sechsmal. Die Tore erzielten: Frank Mill (4:2, 38.), Gerd Werner (5:2, 42.), Matthias Scherz (6:2, 50.), Christian Springer (7:2, 53.), Frank Mill (8:2, 77.) und Uwe Diether (9:2, 88.).

• Bein-Team: Zinke (Kassel) - Diether (Mainz 05), Greiner (Wolfsburg, Köln, Kaiserslautern), Herzberger (Mainz 05), Spörl (HSV), Fischer (Schalke ), Bein (Frankfurt, HSV), Mill (Dortmund, Gladbach), Westerbeek (MSV, KSC), Springer (Köln, St. Pauli), Werner, Asbrand und Pankow haben vom TSV die Prominenten unterstützt.

• TSV: Weimar, Laubach - Löffler, Rabe, R. Deiß, Göbel, H. Benz, F. und N. Hildebrandt, F. und D. Reimuth, Schulz, B. Bosshammer, B. und S. Fey, Orlowski, Zimmermann, Erkelenz.

• SR: Marco Buchenau (Ulfegrund), LR: Gottfried Schilling und Niklas Reimuth (Wichmannshausen) .

• Zuschauer: 150.

Von Harald Triller

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