FSA obenauf, SGW unten drin - Das war die Hinrunde der Fußball-Kreisoberliga

Grund zur Freude: Lucas Harbich (links) und Jan Stieff von der SG FSA sind als Aufsteiger Vierter. Foto: Lea Hüther/nh

Eschwege. Die SG Frieda/Schwebda/Aue (FSA) war das Überraschungsteam schlechthin im positiven Sinn in der Hinrunde der Fußball-Kreisoberliga. Platz vier mit 28 Punkten steht zur Winterpause zu Buche, zwischenzeitlich spielten die Vereinigten sogar ganz oben mit.

Hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist indes die SG Wehretal, die momentan auf einem Abtstiegsplatz rangiert. Wir ziehen Bilanz.

„Die Hinrunde verlief einfach super. Wir sind als Aufsteiger perfekt gestartet und haben eine sehr konstante Halbserie gespielt. Damit hätten wir alle nie gerechnet, haben es uns aber insgeheim so gewünscht“, sagt Lucas Harbich, mit neun Toren einmal mehr der erfolgreichste Angreifer der SG FSA. Er sei froh, dass sein Team einen Schritt nach vorne gemacht habe und mit jedem Gegner mithalten können. Das sah beim letzten Mal noch anders aus, da stieg sein Verein direkt wieder in die A-Liga ab.

Als Ziel sieht der Stürmer, den Klassenerhalt mit weiteren Punkten schnell klarzumachen. „Die Mannschaft steht zusammen und kann diese Erfolge sicherlich auch auf ihren tollen Teamgeist zurückzuführen“, so Harbich. SG-Vorsitzender Florian Süß schließt sich da weitgehend an: „Eine super Hinrunde für einen Aufsteiger. Wir sind eine eingespielte Truppe, die in der Sommerpause zusammengeblieben ist. Ein gesicherter Platz im Mittelfeld ist jetzt allemal drin.“

Ganz anders stellt sich die Gemütslage beim neuen Trainer der SG Wehretal, Claus Brandl, dar. Denn seine Elf wurde nach den guten Leistungen in der Vorbereitung teilweise schon als Geheimfavorit gehandelt, wie er selbst berichtet. Oder zumindest als eine Mannschaft, die eine gute Rolle in der Liga spielen kann. Dem war nicht so. Verletzungen von Innenverteidiger Kevin Walter, Marc Dippel und weiteren Stammkräften brachten Unsicherheit. „Nach den ersten Punktspielen waren wir auf dem Boden der Tatsachen angekommen, mussten zudem personell immer improvisieren“, erzählt der Coach. Natürlich ist er mit Platz zwölf von 14 Teams, was den Abstieg bedeuten würde, in seiner ersten Saison als SGW-Übungsleiter nicht zufrieden, bleibt aber optimistisch. „Wenn sich das Verletztenlager lichtet und wir unsere Chancenverwertung verbessern, dann erreichen wir unser Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Und: Bei einer Partie weniger fehlen ja letztlich nur fünf Punkte zum rettenden Ufer.

Hintergrund: Lichtenau ist das Maß der Dinge

41 Punkte hat Primus Lichtenau gesammelt und steht fünf Punkte vor Bad Sooden-Allendorf auf Rang zwei, der die Relegation bedeutet. Als Dritter mit 34 Zählern ist Absteiger Weidenhausen II nach schwachem Start in Schlagdistanz zum zweiten Platz. Wanfried, Niederhone und Sontra sind im gesicherten Mittelfeld. Waldkappel bekleidet Abstiegsrelegationsrang elf. Zum Nicht-Abstiegsplatz fehlen zwei Punkte. Henrik Stöber vom TSV führt das auf die schlechten ersten neun Spiele zurück. Danach sei man enger zusammengerückt. Taktische und personelle Umstellungen von Coach Michael Boes hätten gefruchtet. Zudem entwickelten sich Youngster wie Julian Saakel laut ihm gut. Stöber glaubt an den Klassenerhalt.

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