Fußball-Kreisoberliga

KOL: „Geile Zeiten“ in Wichmannshausen - TSV hat Aufstiegsrunde selbst in der Hand

Abdrehen zum Jubeln: Christian Schindewolf vom TSV Wichmannshausen nach einem seiner Treffer.
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Abdrehen zum Jubeln: Christian Schindewolf vom TSV Wichmannshausen nach einem seiner Treffer.

Beim TSV Wichmannshausen läuft es, nach diesem Wochenende ist klar: Im Kampf um die Aufstiegsrunde hat man nun alles selbst in der Hand.

Wichmannshausen – Dass der SSV Witzenhausen für den TSV Wichmannshausen keine Hürde im Rennen um den sechsten Platz und das damit mit verbundene Ticket zur Meisterrunde in der Fußball-Kreisoberliga sein würde, war den rund 100 Zuschauer am Sonntagnachmittag bereits nach einer halben Stunde klar. Der Tabellensiebte dominierte das Geschehen gegen die arg dezimierte Witzenhäuser-Elf nach Belieben, führt nach 25 Minuten mit 3:0 und feierte am Ende einen auch in der Höhe verdienten 6:0-Kantersieg.

TSV Wichmannshausen - SSV Witzenhausen 6:0 (4:0). „Wir sind heute nur mit elf Spielern angereist. Viele sind verletzt oder sind beruflich verhindert. Deswegen habe ich sogar zwei A-Jugendliche dabei“, sagte SSV-Trainer Stefan Möller, der in Minute 11 den ersten Gegentreffer hinnehmen musste. Wichmannshausens Spielführer Valentin Stunz setzte an der Strafraumgrenze zum Tänzchen an und ließ vier Gegenspieler alt aussehen, um aus dem Lauf abzuschließen.

Seinen Rechtsschuss konnte Witzenhausens Schlussmann Fabio Schinkel nur nach vorne abprallen lassen, wo Christian Schindewolf mutterseelenallein den Ball nur noch einschieben brauchte – 1:0. Nachdem der gute aufgelegte Marian Reimuth zwei gute Einschussmöglichkeiten vergab, war fünf Zeigerumdrehungen später erneut Schindewolf zur Stelle.

Nach einem blitzsauber vorgetragenen Konter musste Wichmannshausens Nummer vier nach Vorarbeit von Stürmer Tim Klöpfel nur noch den Ball über die Linie schieben. Die starke Anfangsphase der „Giggels“ machte Linksverteidiger Jan Dölle perfekt. Infolge eines Eckballs traf er aus dem Gewühl – 3:0 nach 25 Minuten.

Der Drops war gelutscht, die Pflichtaufgabe erledigt. Stadionsprecher Stefan Göttfert feierte den dritten Treffer mit dem Schlagersong „Geile Zeiten“ von Jürgen Milski und die Bank des TSV Wichmannshausen hatte eine Heidenfreude, als der verletzte Julian Schreiber die frohe Kunde übermittelte. „Wehretal führt in Sontra mit 1:0“, so Schreiber, dessen Verein in der Blitztabelle auf den sechsten Platz rutschte und im Zuge dessen nicht aufhörte, weiter zielstrebig nach vorne zu spielen.

Dölle gewann an der Mittellinie seinen Zweikampf und löffelte den Ball in die Spitze, wo Tim Klöpfel an der Abseitslinie lauerte, seinen Turbo zündete und kurz vor dem gegnerischen Torhüter auf den besser positionierten Schindewolf querlegte, der locker und lässig zum 4:0-Pausenstand einschob.

„Wir sind vielleicht zwei Spiele zu spät aufgewacht“, bilanzierte TSV-Trainer Gries, der in der zweiten Hälfte einen soliden Auftritt seiner Mannen sah und die Nachricht über Wehretals Auswärtssieg mit einem breiten Lächeln quittierte: „Ich habe nicht damit gerechnet. Umso schöner ist es, dass wir jetzt wieder alles in der eigenen Hand haben. Wir müssen nach einer hoffentlich guten Trainingswoche in Abterode nun noch mal unser ganzes Leistungspotenzial abrufen.“
Tore: 1:0/2:0/4:0 Schindewolf (11., 16., 30.), 3:0 Dölle (25.), 5:0 Rellig (60.), 6:0 Stunz (81.). (Marvin Heinz)

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