Die Gerüchteküche brodelt: Fünf Möglichkeiten, wie Weidenhausen die Nachfolge für Marco Wehr regeln könnte

Adler-Legende: Maikel Buchenau.

Fußball-Verbandsligist SV Adler Weidenhausen hat den Rücktritt von Trainer Marco Wehr bekanntgegeben. Diese Nachricht schlug wie ein Blitz ein. Die Nachfolge ist bisher unklar. Wir zeigen, welche Namen in der Gerüchteküche derzeit am meisten brodeln.

Weidenhausen. Wir haben uns umgehört und beleuchten einige potenzielle Kandidaten, deren Namen derzeit als Nachfolger von Trainer Marco Wehr kursieren. Viele gelten als unwahrscheinlich, bei einigen Personen - für die Redaktion war unter anderem eine Adler-Verbindung ein Kriterium - wäre ein Engagement gar nicht so abwegig. Der Adler selbst teilte mit, sich Zeit zu lassen und sich eine gute Lösung zu überlegen.

Maikel Buchenau - der verlorene Sohn

Sein Name stand gestern in wohl jeder zweiten Whatsapp-Nachricht, in der es um den Trainerposten beim Adler ging. Maikel Buchenau ist eine SVA-Legende, einer der besten Spieler, der das grüne Trikot trug. Und es dürfte auch ein offenes Geheimnis sein, dass es sein Traum wäre, „seine“ erste Mannschaft mal zu trainieren. Klar, dass er als heißester Kandidat gilt.

Aber: Der 38-Jährige ist seit anderthalb Jahren beim TSV Wichmannshausen im Amt. Trotz des Abstiegs aus der Gruppenliga blieb er, will Perspektive schaffen. Und das gelingt. Mit 38 Punkten aus 15 Spielen steht er mit fünf Zählern Vorsprung auf Platz eins der Kreisoberliga. Ob er den TSV tatsächlich im Winter im Stich lässt? Angst geht in Wichmannshausen nicht um. Abteilungsleiter Sven Schellhase: „Wir sind entspannt, weil ich Maikel gut kenne, er eine super professionelle Einstellung an den Tag legt und wir noch einiges vor haben. Dieses Szenario ist nicht denkbar, ist auch kein Thema bei uns.“

Ronald Leonhardt - die interne Lösung

Bisheriger Co-Trainer: Ronald Leonhardt.

Als Co-Trainer von Marco Wehr ist Leonhardt seit zweieinhalb Jahren beim Team dabei - und könnte dies auch durchaus als Cheftrainer bleiben. Teammanager Stefan Stederoth sprach von einer grundsätzlichen Bereitschaft des Mannes aus Ershausen, beim SVA zu bleiben. „Wir müssen mal schauen“, hieß es weiter. Dem Vernehmen nach genießt „Leo“ ein hohes Ansehen beim Team, der die zuletzt gute Arbeit weiterführen könnte. 

Weitere interne Lösungen wären Alex Henke vom SVA II oder Vorgänger Claus Brandl, der bis Sommer die „Zweite“ trainierte, zweimal den Klassenerhalt in der Gruppenliga schaffte und vor Jahren auch mit der ersten Mannschaft erfolgreich war, unter anderem in die Verbandsliga aufstieg. 

Mister X - die externe Lösung

Dass ein Vereinsfremder zum SVA stößt, gilt als unwahrscheinlich. Bekanntlich ist es ein Risiko, jemanden zu installieren, der Verein, Umfeld und die Philosophie nicht gut kennt. Und dieses wird beim SVA, der in der Verbandsliga nur zwei Punkte hinter Rang drei steht, nach Meinung einiger Experten sicher nicht eingegangen. Jedenfalls nicht vorm Sommer.

Frühere Adler-Trainer

Es gibt zahlreiche Trainer im Kreis, die eine Verbindung zum SVA haben und denen zugetraut wird, das derzeit beste Team des Kreises in der Erfolgsspur zu halten - und die theoretisch auch verfügbar scheinen. Unter anderem wird hierbei der Name Christian Buchenau genannt, der zum Beispiel im Jahr 2008 auf dem Chattenloh tätig war und noch nicht so lang raus ist aus dem Geschäft im Herren-Bereich. Das wäre auch bei Uwe von der Weth der Fall, der mit Weidenhausen II vor zweieinhalb Jahren in die Gruppenliga aufstieg, danach bei Wichmannshausen war.

Überraschende Übergangslösungen

Ob HNU-Fußball-Fachmann Burkhard Gonnermann, dessen drei Söhne Jan, Tim und Sören beim SVA spielen, eine Übergangslösung wäre - wie gemunkelt -, wäre eine ähnliche Überraschung wie eine Lösung mit früheren Akteuren, die auf Kreisebene tätig waren wie Patrick Bäckmann. Beides wird wohl kaum eintreten.

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