Training mit einem Europameister

Handball-Bundesligaspieler der MT Melsungen zu Gast bei Wanfrieder Schulen

Gut drauf und immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen für die Kinder: Julius Kühn, Bundesligaspieler der MT Melsungen und deutscher Nationalspieler. Er schrieb zahlreiche Autogramme und präsentierte sich äußerst Fan-nah Fots: Harald Triller

Die Handball-Bundesligaspieler Julius Kühn und Dimitri Ignatow von der MT Melsungen waren im Rahmen der Aktion Trainieren mit Idolen in Wanfried und haben mit Schülern Handball gespielt.

Eins, zwei, drei, vier, fünf. Das klappt ja prima.“ Julius Kühn lobt die Mädchen und Jungen bei den Passstafetten, beginnend auf engstem Raum, denn nur im Bereich des Wurfkreises, wo sich rund 20 Kinder tummelten, durften die Handbälle abgespielt werden. Im Verlauf der Übung vergrößerte der Zwei-Meter-Hüne der MT Melsungen die Fläche für die Passpassagen dann auf das halbe Spielfeld, um auch weite Zuspiele zu fordern. Und wenn das nicht so ablief, wie vom Handball-Europameister des Jahres 2016 gefordert, folgte die Strafe in Form von Liegestützen auf dem Fuß – nein, natürlich auf die Hand.

Der linke Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten und 50-fache deutsche Nationalspieler war zusammen mit dem Melsunger Rechtsaußen Dimitri Ignatow zu Gast bei den Kindern der beiden Wanfrieder Schulen, Gerhart-Hauptmann und Anne-Frank-Außenstelle.

Nach einem gezielten Aufwärmprogramm mit dem Nachwuchs und dem erwähnten Passspiel folgte die Einweisung in technische Feinheiten, Raffinessen und trickreiche Finten, ehe sich die vielfach beim VfL Wanfried aktiven Jugendlichen mit präzisen Torwürfen auf das abschließende Spiel vorbereitet haben.

Während des Vergleichs, bei dem sich Dimitri Ignatow als Schiedsrichter betätigte und Julius Kühn die Anweisungen von der Bank gab, waren dann schon erste Ansätze zu sehen, die das Trainingsresultat erkennen ließen. Tore wurden freilich nicht gezählt, der Spielwitz war gefragt.

Bevor die beiden Bundesligaspieler fleißig Autogramme auf ihre mitgebrachten Fotos oder auf die eigens mitgebrachten Trikots mit der Aufschrift „Trainieren mit Idolen“ geschrieben haben, stellte sich das Duo den Fragen der Kinder.

„Wo seid ihr denn geboren, wie ist es, in der Bundesliga zu spielen, steht ihr neben dem Handball noch im Berufsleben, wie weit müsst ihr zum Training fahren?“ Und dazu die Bitte eines Mädchens, herzliche Grüße an den Mannschaftskollegen Michael Allendorf zu bestellen.

Julius Kühn: „Ich komme aus Düsseldorf und studiere nebenbei Wirtschaftswissenschaft, zum Training muss ich 20 bis 30 Minuten fahren.“ Die Nachfrage: „Wie, aus Düsseldorf so schnell bis zur Rothenbach-Halle?“ „Nein, ich wohne doch in Kassel, in Düsseldorf bin ich geboren“, so der 26-Jährige.

Dimitri Ignatow: „Ich bin in Kasachstan geboren, wohne in Fuldabrück, bin dort schon in den Kindergarten gegangen, habe früh Deutsch gelernt und spreche folglich akzentfrei. Ich absolviere eine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann“, hofft der 20-Jährige auf den Durchbruch auf der rechten Außenbahn des Bundesligisten, „denn Bundesliga ist einfach super.“

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