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Wagner mit dem Wurf ins Glück: SVR holt Last-Minute-Punkt in Vellmar

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Von: Maurice Morth

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Mehr als glücklich: Ersatzgeschwächt sicherten sich die Frauen des SV Reichensachsen in allerletzter Sekunde einen wichtigen Zähler beim Auswärtsspiel gegen den TSV Vellmar in der Handball-Landesliga-Abstiegsrunde.
Mehr als glücklich: Ersatzgeschwächt sicherten sich die Frauen des SV Reichensachsen in allerletzter Sekunde einen wichtigen Zähler beim Auswärtsspiel gegen den TSV Vellmar in der Handball-Landesliga-Abstiegsrunde. © Selina Krengel

Ersatzgeschwächt sicherten sich die Frauen des SV Reichensachsen in letzter Sekunde einen wichtigen Zähler beim Auswärtsspiel gegen Vellmar in der Handball-Landesliga-Abstiegsrunde.

Vellmar – Knapp zehn Sekunden waren in der Großsporthalle in Vellmar am Sonntagabend noch zu spielen, als Rückraumspielerin Veronika Wagner noch einmal alle Kräfte mobilisierte und mit der letzten Aktion der Partie den umjubelten 25:25-Ausgleich für die Frauen des SV Reichensachsen erzielte.

Ein enorm wichtiger und angesichts der schlechten Vorzeichen sensationeller Punktgewinn in der Handball-Landesliga-Abstiegsrunde.

Denn mit Anna-Lena Kehr, Michelle Friman, Lacey Brand, Alina Munk und Lisa Weiner fehlte eine Vielzahl von Stammkräften. Noch dazu absolvierte Sophie Hohmann nach ihrer Armverletzung im Februar ihr erstes Pflichtspiel und Veronika Wagner ging angeschlagen in die Partie.

Verstärkt wurde die Mannschaft durch die Reservespielerinnen Hanna Wolf, Sarah Walter, Johanna Hutter, Selina Krengel und Melissa Levatic.

„Die Mädels haben sich wirklich zerrissen“

„Vielleicht hat Vellmar nicht mit unserer Gegenwehr und unserem Einsatz gerechnet und dachte, es wird für sie leichter. Was wir hier heute gezeigt haben, das sucht seinesgleichen. Die Mädels haben sich wirklich zerrissen“, sagte ein merklich stolzer SVR-Trainer Matthias Meinl nach dem Spiel.

„Wir wollten Vellmar über die Rückraummitte werfen lassen. Es hat ein paarmal eingeschlagen, aber dafür haben wir ihr Kreisläuferspiel perfekt verteidigt“, lobte Meinl.

Nach zwölf Minuten führten die SVR-Frauen bereits mit 7:3. Ein Vier-Tore-Lauf der Gastgeberinnen sorgte allerdings für das 7:7 (19.), die sich im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit sogar auf 12:10 absetzen konnten (26.).

Aber bereits kurz vor der Pause zeigten die Wehretalerinnen, dass sie sich an diesem Abend nicht so leicht geschlagen geben würden und drehten die Partie kurz vor der Pause wieder zu einem 13:12 (30.) um.

Bis zur 48. Minute sahen die Zuschauer dann einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen, ehe der TSV Vellmar beim 24:21 durch Paulina Ulrich schon wie der sichere Sieger aussah (55.).

SV Reichensachsen kämpft sich zurück

„Wie wir uns dann aber zurückgekämpft und immer weitergemacht haben, war sehr stark“, so Trainer Matthias Meinl. Über Tore von Carolin Küch (2x) und Carolin Heckmann stand es so nach exakt 59 Minuten plötzlich wieder 24:25.

„Dann hält Laura Hesse, die gemeinsam mit Saskia de Voß ein bärenstarkes Torwartduo gebildet hat, noch den Ball und Veronika macht den Ausgleich. Der Jubel war bei uns natürlich grenzenlos“, berichtet Matthias Meinl.

Herausheben wollte der Trainer angesichts der mannschaftlich geschlossenen Leistung aber keine Spielerin: „Das wäre heute unfair. Auf unsere Leistung können wir wirklich einfach nur stolz sein. Wir haben mit dieser Personaldecke den Punkt mit unseren Emotionen und unserer Energie geholt“, so Meinl.

Ein Dank richtete er zum Abschluss an die Spielerinnen des Bezirksoberliga-Teams: „Sie haben sich am späten Sonntagabend in den Dienst der Mannschaft gestellt – und das trotz des schönen Wetters. Das ist nicht selbstverständlich.“

TSV Vellmar - SV Reichensachsen 25:25 (12:13)

TSV Vellmar: Hadil, Geßner - Hauschild, Griesmeier (2), Homburg (1), Steiner (6/2), Deichmann, Hörder (3), Rull (2), Ulrich (9/1), Löber (2), Gerner, Zeller.

SV Reichensachsen: Hesse, de Vos - Fey (1), C. Heckmann (8/5), Hohmann (3), Levatic (1), Krengel (1), C. Küch (7), N. Küch (1), Hutter, Walter, Wolf, L. Heckmann (2), Wagner (1).

Schiedsrichter: Markus Kreile/ Thomas Janzon (TSG Dittershausen)

Spielfilm: 1:4 (8.) – 5:7 (14.) – 8:8 (20.) – 11:9 (25.) – 12:13 (30.) – 13:15 (37.) – 17:18 (44.) – 19:19 (47.) – 22:20 (53.) – 24:21 (55.) – 25:24 (59.) – 25:25 (60.).

(Maurice Morth)

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