Was war da denn los? Trainer der HSG Jestädt/Grebendorf hadert mit dem Kampfgericht

Julian Triller stinksauer nach Niederlage: „Geht gar nicht, was da abläuft“

Spielertrainer

Alsfeld - Schon in der vergangenen Saison wurde die HSG Jestädt/Grebendorf beim Auswärtsspiel in Alsfeld laut eigener Aussage „verschaukelt“, als der Zeitnehmer eine Auszeit anzeigte, während die Gäste aus Meinhard in Ballbesitz waren und der Spieler Christian Löbens mit einem Konter das Tor frei ansteuerte, aber vom Mann am Kampfrichtertisch zurückgepfiffen wurde. In einem Video war der Regelverstoß damals klar zu erkennen.

Duplizität der Ereignisse am Samstagabend: Nach 59:17 Minuten erzielte Alsfeld das 26:26, kam noch einmal in Ballbesitz und holte einen Freiwurf heraus. Wieder zeigte Alsfeld dem Sekretär die grüne Karte. Allerdings ist auf dem Spielprotokoll im SIS-Ergebnisdienst die Zeit 60:00 Minuten zu erkennen, was einen direkten Freiwurf nach sich zieht. Auf Intervention des Zeitnehmers wurde die Uhr aber um vier Sekunden zurückgedreht. Der alte Hase und TVA-Spielertrainer Liviu Pavel sagte eine Varian-te an und erzielte höchstpersönlich das 27:26-Siegtor.

TV Alsfeld - HSG Jestädt/Grebendorf 27:26 (12:15). HSG-Spielertrainer Julian Triller, der sich nach zwei Minuten ohne Fremdeinwirkung verletzte und dem personell ausgedünnten Kader nicht mehr helfen konnte, war mächtig angefressen: „Das geht ja gar nicht, was da abläuft. Diese Masche der Alsfelder, die beunruhigt mich und stimmt mich gleichermaßen traurig, weil sie zeigt, wie schnell ein Spiel zu manipulieren ist. Eigentlich müsste man gegen solche Machenschaften Protest einlegen. Und, wie schon gegen Hünfeld, einen Punkt hätten wir allemal verdient gehabt.“

Nach ausgeglichenem Beginn brachte der überragende Alexander Hobbie in der 18. Minute mit einem Siebenmeter die HSG 9:8 in Führung. Die wurde bis zur 60. Minute (59:17) verteidigt und zeitweise auf fünf Treffer ausgebaut. Nach dem 15:12 zur Pause setzten sich die Meinharder bis zur 34. Minute auf 18:13 ab. Angetrieben vom „großen alten Mann“ Liviu Pavel, der insgesamt sieben Würfe im HSG-Tor versenkte, konnte Alsfeld das Geschehen in der besagten Schlussminute ausgleichen und den glücklichen Siegtreffer markieren.

Den Gästen bleibt das Verletzungspech treu. Am Samstag musste der angeschlagene Ramon Menthe aushelfen, und auch Markus Namyslo war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

HSG: Schramm - Menthe, M. Ständer 3, Namyslo 3, Triller, Wollenhaupt, F. Ständer 2, Hobbie 10/3, Ebert 4, Manegold 4.  ht

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