Handball: Ausnahmespielerin Celia Steyer wechselt zur HSG Datterode/Röhrda/Sontra

Sie will es noch mal wissen

Geht künftig für Datterode/Röhrda/Sontra auf Torejagd: Celia Steyer. Archivfoto: Carl-Heinz Greim/nh

Röhrda. Über einen gleichermaßen prominenten wie auch sportlich wertvollen Neuzugang kann in der kommenden Saison Frauenhandball-Bezirksoberligist HSG Datterode/Röhrda/Sontra bauen. 

Celia Steyer (37), die über zwei Jahrzehnte zu den besten Handballerinnen im Werra-Meißner-Kreis gehörte, wohl auch die Beste war, will es noch einmal wissen. Sie wechselt zur neuen Saison von der HSG Jestädt/Grebendorf in den Ringgau.

„Wegen meines Sabbatjahres war ich in der vergangenen Saison nur selten dabei und habe mich jetzt sehr darauf gefreut, mit den Mädels wieder Handball zu spielen“, sagt sie. Doch dann folgte vor Kurzem das Aus des Damenteams der HSG Jestädt/Grebendorf. Wie ein Lauffeuer breitete sich die Nachricht aus, sofort nahmen andere Spielerinnen und Verantwortliche Kontakt zu Steyer auf. „Die Erste war Szilvia Blackert, mit der ich früher in Reichensachsen schon zusammengespielt habe und in gutem Kontakt stehe.“ Wie es jetzt bei ihr weitergehe, das habe die Datterode/Röhrda/Sontra-Akteurin wissen wollen. Und wegen der gemeinsamen Vergangenheit und des Gedankens, dass es großen Spaß machen könnte beim Team von Trainer Tommy Bake, begann sich die 37-jährige Steyer mit einem Wechsel zu befassen. Der wurde jetzt bestätigt.

„Ich freue mich auf die Zeit im Ringgau. Die Mannschaft ist intakt und hat viel Potenzial. Ich habe richtig Lust, wieder voll anzugreifen. Und wer mich kennt, der weiß, dass wenn ich spiele, dann richtig.“ Und das wird sie jetzt in der Bezirksoberliga.

„Wenn ich spiele, dann richtig.“

Ein Aspekt ist der Rückraumspielerin wichtig: „Ich möchte mich ganz herzlich bei den Verantwortlichen der HSG Jestädt/Grebendorf bedanken. Dort fanden wir vor zwei Jahren, quasi aus dem Nichts kommend, ein tolles Umfeld vor und wurden gleich super aufgenommen.“ Dass es bei Jestädt/Grebendorf zu Ende ging, das bedauert sie: „Das ist mega schade. Wir haben uns den Verlauf vor zwei Jahren etwas anders vorgestellt, aber es war nun mal nicht zu ändern.“ Die zu dünne Personaldecke war der Grund für das Ausscheiden des Teams aus dem Spielbetrieb der Bezirksliga, nachdem klar war, dass einige Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung stehen würden.

Einen Kontakt zum SV Reichensachsen soll es indes nicht gegeben haben – zu jemen Klub, bei dem Steyer ihre größten sportlichen Erfolge feierte. Unter anderem wurde sie im Jahr 2009/2010 Torschützenkönigin in der Regionalliga mit 209 Toren in 23 Spielen und Meister in derselben Klasse. Das i-Tüpfelchen.

Überall, wo Steyer spielte, war sie Leistungsträgerin und nicht wenige trauten ihr eine Karriere in der 1. Bundesliga zu. Nach dem Ende der goldenen Ära und 22 Jahren in Reichensachsen wechselte die bodenständige Ausnahmespielerin unter anderem in die 3. Liga und wurde mit 176 Treffern in 26 Partien beste Werferin dieser Klasse.

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