Heimische Fußballteams in der Vorbereitung: „Alles reinwerfen für unsere Ziele“

Unermüdlicher Antreiber beim SV Adler: Angreifer Jan Gerbig, der 14 von 17 Spielen bestritt. Foto: Konklowsky/nh

Die Fußballmannschaften der Region bereiten sich akribisch auf die zweite Saisonhälfte vor. Grund genug, sich bei den beiden ranghöchsten Clubs der Umgebung um Eschwege nach der aktuellen Verfassung und den Zielen für die bevorstehenden Wochen umzuhören.

Hier der Blick auf den Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen und den klassentieferen Gruppenligisten SV Reichensachsen.

SVA Weidenhausen

Die Lage: Neben einem durchwachsenen neunten Platz in der Verbandsliga erreichten die Schützlinge von Trainer Maikel Buchenau das Viertelfinale des Hessenpokals. „Wir haben auf dem Weg dorthin einige besondere Spiele wie das 4:1 gegen KSV Hessen Kassel gezeigt. Diese emotionalen Siege geben uns Antrieb für die kommenden Aufgaben“, sagt Teammanager Stefan Stederoth. Die Verantwortlichen des Vereins sehen viele Siege in der zweiten Saisonhälfte und eine bessere Platzierung in der Tabelle vor, als dies bisher der Fall war.

Der Kader: Nachdem Flügelspieler Sören Pfliegner aus beruflichen Gründen wohl häufig fehlen wird, gewann der SVA Offensivakteur Jan Ullrich (21) hinzu, der den Verlust Pfliegners mehr als nur auffangen soll. „Durch Jan Ullrich wird unsere Offensive deutlich unberechenbarer“, sagt Stederoth und schwärmt vom flexibel einsetzbaren Stürmer, der vor Kurzem vom Hessenligisten SV Steinbach zum Adler wechselte. Die weiteren Zugänge Felix Berger, Eric Schindewolf und Philipp Christl seien eher für die zweite Mannschaft geplant. Die Vorbereitung: Das erste Testspiel des Jahres wurde zwar verloren (0:3 gegen Steinbach), jedoch zeigte vor allem Neuzugang Jan Ullrich gute Ansätze. Zuvor stand bereits eine Trainingseinheit in Abterode an. „Der Abteröder Platz war aber richtig schlecht, weshalb wir nun den Kunstrasen in Reichensachsen reserviert haben“, erklärt der Teammanager weiter. Neben konditioneller Vorbereitung liegen vor dem offiziellen Rückrundenstart für den SV Adler Weidenhausen außerdem Testspiele gegen den niedersächsischen Landesligisten SV Göttingen, Heiligenstadt und die SG Brunslar/Wolfershausen (Gruppenliga KS) an, um Spielpraxis für die Verbandsliga-Rückrunde zu sammeln. Die Ziele: „Am wichtigsten für uns ist es, eine bessere Rückrunde zu spielen als die Hinrunde“, gibt Stederoth an. „Der Wunsch, den fünften Platz einzufahren, der ist zwar immer noch möglich, doch dafür ist eine sehr gute zweite Saisonphase nötig. Wir werden alles reinwerfen für unsere Ziele.“

SV Reichensachsen

Die Lage: Nach schwachem Saisonstart mit vielen knappen Niederlagen trennte man sich vom langjährigen Trainer Jens Herzog. „Schweren Herzens sahen wir es als notwendig an, etwas auf der Trainerposition zu verändern“, sagt der Ehren-Abteilungsleiter Hans-Peter Apel. Auf Herzog folgte der ehemalige Trainer der SV 07 Eschwege, Rafal Klajnszmit, der den SVR auf den zehnten Platz und somit aus der Abstiegszone führte. Die Wichtelmänner liegen aber nur drei Zähler über dem Strich.

Der Kader: Durch Auslandseinsätze mit der Bundeswehr stand der flexibel einsetzbare Defensivakteur Christian Schätzke bisher in nur acht Spielen zur Verfügung. „Seine Allrounder-Qualitäten haben uns gefehlt, umso besser, dass er jetzt zurück ist“, meint Apel. Außerdem stieß mit Bastian Bachmann (ESV Weiterode) ein Wunschspieler des Trainers hinzu, der die Offensive des Gruppenligisten bereichern soll. Ansonsten wurde der Kader der Hinrunde zusammengehalten. Keine Abgänge. Die Vorbereitung: Das erste Testspiel gewann der SVR gegen Kreisoberligist FSA 1:0. „Wir sind zufrieden mit der Leistung. Vor allem, weil noch einige Spieler fehlten“, so Apel. In diesen Tagen wurde gegen die SG HNU getestet (5:3-Sieg), die Partien gegen Struth (15. Februar ) und Wüstheuterode (22. Februar) stehen bevor, ehe am 8. März gegen den VfL Kassel auswärts in die zweite Saisonhälfte gestartet wird.

Die Ziele: Hans-Peter Apel gibt an: „Wir wollen auch nächste Saison in der Gruppenliga vertreten sein. Es gibt keine schlechten Teams in der Liga, aber ich bin überzeugt, dass wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen werden.“

VON BENJAMIN SCHERP

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