Monatelang hat er sich vorbereitet - Am Wochenende geht es los

Henrik Müller startet erstmals in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft

Sind bereit für die Saison: (von links) Fahrer Henrik Müller, Mechaniker Milan Waldeck und Manager Karsten Kamith.

Henrik Müller aus Eschwege steht vor seinem ersten Rennen in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft, der höchsten nationalen Klasse. Los geht es am Lausitzring.

Eschwege – Der große Tag rückt näher und näher für das Minsky-Racingteam aus Eschwege. Motorradfahrer Henrik Müller hat mit seiner gesamten Mannschaft im Hintergrund monatelang hart gearbeitet, um bestens vorbereitet zu sein für den ersten Start im Fahrerfeld der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). „Die IDM ist die größte Rennserie in Deutschland“, erzählt Manager Karsten Kamith, „wir fiebern dem Start entgegen und sind alle heiß auf das erste Wochenende.“

Sind bereit für die Saison: (von links) Fahrer Henrik Müller, Mechaniker Milan Waldeck und Manager Karsten Kamith.

Los geht es am Lausitzring. Am morgigen Donnerstag fährt das Team hin, Samstag steht das Qualifying an, Sonntag dann die beiden Wertungsläufe.

Die Leistung, die dabei von den 40 Fahren gebracht wird, die ist kaum in Worte zu fassen. Ein Beleg dafür: Seit 1. November arbeitete Henrik Müller mehrmals in der Woche an seiner körperlichen Verfassung, um so gut in Form zu sein wie noch nie. Und das, obwohl er in der vergangenen Saison eine fabelhafte Meisterschaftsrunde in der Triumph-Challenge hinlegte, von Rekord zu Rekord eilte und sich eindrucksvoll den Gesamtsieg der Serie sicherte. Aber Ausruhen ist keine Option.

Pause und Freizeit sind Fremdwörter im Wortschatz Müllers, der jede freie Minute seinem großen Ziel unterordnete: in der IDM mitzuhalten. Um nur dabei zu sein, dafür ist der Aufwand, der hinter einem Platz im Starterfeld steckt, wohl zu groß. Karsten Kamith: „Henrik ist sehr ambitioniert, wir alle sind das. Und seit einem halben Jahr geben wir alles dafür, damit alle Voraussetzungen geschaffen sind.“

Die größten Schwierigkeiten stellen standesgemäß die Kosten dar, die gedeckt werden müssten. Dabei komme es laut Kamith nicht mal auf die Startgebühren und Lizenzen an, die rund 6000 Euro betragen, „sondern die Reisekosten sind natürlich sehr hoch und es kommen viele weitere Kosten hinzu.“ Insgesamt würde sich für die Saison in mittleren fünfstelligen Bereich angesiedelt. „Es gibt so viele gute Fahrer, die aber nicht starten können, weil sie das Geld nicht aufbringen können“, so Kamith, der seit Monaten um Sponsoren warb. „Alles hat geklappt, wir sind bereit. Vielen Dank an unsere Sponsoren, ohne die wir nicht in der IDM starten könnten.“

Bereit ist auch Müller, der für das Kawasaki Schnock Team Motorex startet und sich in Spanien, Portugal, Tschechien und Deutschland auf die Saison vorbereitete und laut Aussage Kamiths „die körperliche Verfassung seines Lebens“ vorweise.

Über die Zielsetzung könne indes kaum etwas gesagt werden. „Wir sind zum ersten Mal dabei. Das Wichtigste wird wohl sein, dass die Entwicklung so weitergeht, wie das in den vergangenen Jahren der Fall war.“ Nach einem Lehrjahr wurde er Dritter, dann setzte er bei seinem Sieg der T-Challenge neue Maßstäbe. Jetzt startet Müller in der höchsten Klasse. Der große Tag rückt näher.

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